ENERGIE

10:00 | 13.11.2020
Nordex Group erweitert Produktionskapazität auf 6 GW und steigert Produktion und Umsatz

Hamburg (iwr-pressedienst) – Die Nordex Group (ISIN: DE000A0D6554) bestätigt ihre am 9. November 2020 veröffentlichten vorläufigen Zahlen. Das Unternehmen steigerte den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum über 63 Prozent auf 3.167,4 Mio. EUR (9M/2019: 1.943,0 Mio. EUR). Zu diesem Umsatzanstieg trugen vor allem eine deutlich erhöhte Anzahl an Installationen und Produktion im Segment Projekte bei. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 70,8 Mio. EUR (9M/2019: 60,2 Mio. EUR), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 2,2 Prozent (9M/2019: 3,1 Prozent). Positiv wirkte sich der Verkauf des Projektentwicklungsgeschäfts in Höhe eines Bruttozuflusses von rund 400 Mio. Euro aus, während sich Covid-19 und bedeutende Einmaleffekte dämpfend auswirkten.

Im Zuge der vorläufigen Zahlen präsentierte das Unternehmen auch seine neue Prognose für 2020. Demnach erwartet die Nordex Group einen Konzernumsatz von rund 4,4 Mrd. Euro bei einer EBITDA-Marge von 2 Prozent. Die Investitionen belaufen sich voraussichtlich auf rund 170 Mio. Euro und die auf den Konzernumsatz bezogene Working-Capital-Quote wird zum Jahresende unter minus 4 Prozent erwartet.

Operative Entwicklung

In den ersten neun Monaten 2020 erzielte die Nordex Group einen Auftragseingang im Segment Projekte (ohne Service) von 3.759 MW (9M/2019 auf 4.742 MW); dies entspricht einem Wert von 2.641,7 Mio. EUR (9M/2019: 3.313,5 Mio. EUR). Davon entfielen 64 Prozent auf Europa, 20 Prozent auf Lateinamerika und 16 Prozent auf Nordamerika. Per Ende September 2020 verfügte die Nordex Group über einen Auftragsbestand von 7,9 Mrd. EUR (9M/2019: 8,1 Mrd. EUR), der sich mit 5,1 Mrd. Euro (9M/2019: 5,6 Mrd. EUR) auf das Segment Projekte und 2,8 Mrd. EUR (9M/2019: 2,5 Mrd. EUR) auf das Segment Service aufteilt.

Die Produktionsleistung in der Turbinenmontage der Nordex Group ist erneut angestiegen. Dabei erhöhte das Unternehmen seine Produktion um 43 Prozent von 3.095 MW im Vorjahr auf 4.415 MW in den ersten drei Quartalen 2020. Ferner produzierte die Nordex Group 990 Rotorblätter in ihren eigenen Werken (9M/2019: 1.093 Blätter).

Trotz COVID-19-Pandemie erhöhte die Nordex Group ihre Installationsleistung und errichtete insgesamt 1.052 Windenergieanlagen in 21 Ländern mit einer Gesamtleistung von 3.817 MW (9M/2019: 476 Windenergieanlagen in 16 Ländern mit einer Gesamtleistung von 1.565 MW). Das entspricht einer Steigerung von über 140 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auf Europa entfielen rund 43 Prozent der Installationen, auf die außereuropäischen Märkte 57 Prozent. Aus diesen Installationen ergaben sich im Berichtszeitraum im Segment Projekte Umsatzerlöse in Höhe von 2.851,9 Mio. EUR (9M/2019: 1.658,4 Mio. EUR). Im Segment Service stieg der Umsatz per Ende September um 10,9 Prozent auf 318,3 Mio. EUR (9M/2019: 287,1 Mio. EUR) und erhöhte sich somit kontinuierlich.

Finanzkennzahlen im Überblick

Die Bilanzsumme zum 30. September 2020 erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2019 unter anderem durch die noch offene Forderung gegenüber RWE und somit den Anstieg der entsprechenden Erhöhung der Sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte um 16,6 Prozent auf 4.665,4 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 30. September 2019 auf 13,6 Prozent (31. Dezember 2019: 18,6 Prozent). Die Nettoverschuldung betrug 492,8 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 84,0 Mio. EUR) und die auf den Konzernumsatz bezogene Working Capital-Quote lag bei minus 5,7 Prozent (31. Dezember 2018: minus 9,1 Prozent).

Für das Jahr 2021 erwartet der Konzern eine positive Entwicklung. Dazu trägt ein umfassendes Unternehmensprogramm, in dem wichtige Initiativen zur weiteren Verbesserung des operativen Geschäfts zur Sicherung der strategischen Ziele des Konzerns zusammengefasst sind, wesentlich bei. Das wettbewerbsfähige Portfolio sowie der Diskurs über den „grünen Wiederaufbau“ für die breitere Wirtschaft setzen zusätzlich positive Impulse. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt der Vorstand der Nordex SE, im Jahr 2022 einen Umsatz von rund 5 Mrd. EUR bei einer EBITDA-Marge von 8 Prozent zu erzielen.

„Wir werden die Nordex Group per Ende 2020 zu einem 6 GW Unternehmen ausgebaut haben, und dies in der Covid-19-Pandemie. Inzwischen hat sich unsere Lieferkette weitestgehend erholt, die Produktion verläuft ebenfalls zum größten Teil wieder auf Normalniveau und unsere Konzepte greifen“, sagt José Luis Blanco, CEO der Nordex SE. „Unser Produktportfolio wird nach wie vor sehr gut nachgefragt, wie wir anhand der jüngsten Aufträge über mehrere hundert Megawatt allein aus den USA gesehen haben. Unser Fokus liegt jetzt darauf, unser Unternehmensprogramm effizient umzusetzen und unsere Kapazitäten und Lieferketten in Indien für den weltweiten Markt auszubauen, um unsere strategischen Ziele 2022 zu erreichen.“

Der vollständige Zwischenbericht zum 30. September 2020 ist ab sofort auf der Homepage der Nordex Group im Bereich Investor Relations unter “Publikationen” verfügbar (ir.nordex-online.com). Der Konzern-Zwischenlagebericht und der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurden keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.


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