EXPERTEN

14:00 | 20.03.2017
Helaba – Marktkommentar Aktien: Asiatische Börsen: Kursverluste überwiegen

Aktienmärkte vor charttechnisch richtungsweisenden Tagen
In der neuen Woche richten die Marktteilnehmer zunächst den Blick auf weitere Daten zur Teuerungsentwicklung in Deutschland. Das Inflationsthema aber auch die solide erscheinende konjunkturelle Perspektive hatten bereits Spekulationen losgetreten, dass die EZB früher als bisher signalisiert und (weitgehend) erwartet eine Erhöhung der Leitzinsen beschließen könne. EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny befeuerte dies in der letzten Woche mit Äußerungen, wonach nicht unbedingt ein Ende des QEs der EZB abgewartet werden müsste. Dies steht im klaren Gegensatz zu der erst Mitte des Monats von Mario Draghi wiederholten Forward Guidance, die suggeriert, dass die Zinsen auf dem niedrigen oder sogar einem niedrigeren Niveau für eine geraume Zeit nach dem Ende der Anleihekäufe liegen. Die Kommunikationspolitik scheint nun auch bei der EZB unklarer zu werden, wie dies bereits seit längerem bei der US-Notenbank zu beobachten ist. Die heute anstehenden Erzeugerpreise werden vor dem Hintergrund der Ölpreisentwicklung zu bewerten sein.
Aktienmarkt: Unter dem Strich passierte im deutschen Aktienhandel am Freitag nicht viel. Angesichts dessen, dass am letzten Handelstag der vergangenen Woche großer Verfall an den Terminbörsen war, ist dies umso bemerkenswerter. Immerhin ist es dennoch gelungen, erneut über der 12.000er-Marke und oberhalb einer Fibonacci-Projektion (12.078) zu schließen. Die Gewinnerliste des DAX wurde von E.ON mit einem Kursplus in Höhe von 3,62 % angeführt, Linde (+1,78 %) und Commerzbank (+1,60 %) folgten. Anteilsscheine der Deutschen Bank (-1,49 %) gaben deutlicher nach. Heute wird der DAX mit moderaten Kursverlusten in den Handel starten. Klassisch zeigt sich am ersten Handelstag nach einem großen Verfall wieviel die Kursbewegungen zuletzt Wert waren. Auch wenn sich das Umfeld für Aktien in den vergangenen Tagen nochmals verbessert hat (Wahlausgang in den Niederlanden, positive Reaktionen auf die US-Zinserhöhung) sollten die Erwartungen für diese Woche nicht allzu hoch gehängt werden.
Charttechnik: Der DAX befindet sich derzeit in einem unter strukturellen Gesichtspunkten spannenden Bereich. Während der vergangenen Handelstage wurde einmal mehr deutlich, welche Rolle die von der Marktstruktur abgeleiteten Supports- und Widerstände haben. Zum einen wirkte die 144er-Regressionslinie (12.043) als zuverlässige Orientierung, zum anderen wirkte auf der Oberseite eine fallende Gann-Projektion (12.099) als schwer überwindbarer Widerstand. Darüber hinaus stand auch die Begrenzung des Price-Range-Channels (12.051) häufig im Fokus. Auch unter zeitlichen Aspekten wird es spannend, denn auf den 21. März entfällt ein „großer Gann-Tag“. In der Nähe solcher kommt es häufig zu deutlich ausgeprägten Impulsbewegungen. Man darf also gespannt sein, ob dies aktuell auch der Fall sein wird. Auf der Oberseite finden sich die nächsten Orientierungsmarken bei 12.152 und 12.175 Zählern, während auf der Unterseite die Marken von 12.078, 12.033 und 11.950 Zählern als Support wirken.


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