EXPERTEN

13:38 | 14.11.2017
Helaba – Marktkommentar Renten: Trading Range: 161.74-162.88, Tendenz knapp behauptet

Die internationalen Finanzmärkte starteten in Ermangelung neuer marktrelevanter Informationen recht verhalten in die neue Börsenwoche. Während sich an den Aktienbörsen die Korrektur weiter ausweitete, tendierten die Bondmärkte Kerneuropas knapp behauptet.
Bundesanleihen wagten einen zaghaften Erholungsversuch, der jedoch mit ausbleibenden Anschlusskäufen zum Scheitern verurteilt war. Am Ende rutschten die Kurse unter die Tiefstände der Vorwoche. Umsätze in der Kasse blieben zufallsbedingt. Der Abstand zwischen 10- und 30-jährigen Bundestiteln ermäßigte sich auf 89 BP. 10-jährige Bonds aus Frankreich (0.78 %) verloren auf vergleichbare Belgier (0.62 %) einen BP.
Die Bondmärkte der EU- Peripherie zeigten sich in besserer Verfassung als ihre Pendants in Nordeuropa. Auf den Kauflisten der Anleger standen Portugiesen ganz oben. Italien versteigerte 3-, 7- und 15-jährige BTPs und sammelte 6 Mrd. Euro ein. Die Nachfrage in mittleren und längeren Papieren ließ jedoch zu wünschen übrig. Insgesamt blieben die Umsätze auch hier unterdurchschnittlich. Der Risikoaufschlag 10-jähriger spanischer Bonds (1.52 %), italienischer (1.82 %) und portugiesischer Bonds (1.96 %) ermäßigte sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 3, 1.5 bzw. 8 BP.
Am US- Bondmarkt sind die Renditen weiter gestiegen. Am besten hielten sich noch ultralange Laufzeiten, kurze und mittlere Fälligkeiten leiden unter wachsenden Zinsängsten. Unsicherheit über die Ausgestaltung der geplanten Steuerreform bremste zwar Aktienkurse aus, half aber Zinstiteln auch nicht auf die Sprünge In Fernost tendieren US- Treasuries angesichts uneinheitlicher Vorgaben von den Aktienbörsen knapp behauptet. Die Industrieproduktion Chinas hat sich etwas verlangsamt und ist im Oktober mit einem Anstieg von 6.2 % gegenüber dem Vorjahr weniger stark als erwartet gewachsen.
Bund- (162.05) und Bobl- Kontrakt (131.65) verloren 14 bzw. 3 Stellen, der Schatz (112.26) ging einen Tick niedriger aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 0.42 %, der Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Bundesanleihen verharrte bei 116 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 2 BP höher bei 2.40 %. Der Euro klettert auf 1.167 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 56.6 Dollar.
Nach einem ruhigen Auftakt wird es heute ernst an der Datenfront. Wachstumszahlen für das 3. Quartal Deutschlands (0.6 %/2.3 %) und Italiens (0.5 %/1.7 %) liefern die Basis für die Schnellschätzung der Eurozone (0.6 %/2.5 %). Ein weiterer Schwerpunkt bilden Preisdaten in Großbritannien. Verbraucher- (0.2 %/3.1 %; Kernrate 2.8 %), Einzelhandels- (0.1 %/4.1 %) und Erzeugerpreise (0.3 %/2.9 %) dürften den Schritt der BoE rechtfertigen. Hierzulande steht die ZEW- Umfrage im Mittelpunkt des Interesses. Lagebeurteilung (88 nach 87.6) und Erwartungshaltung (19.5 nach 17.6) sollten gleichermaßen für gute Stimmung stehen. In den USA richtet sich das Augenmerk auf Erzeugerpreise (0.1 %/2.3 %; Kernrate 0.2 %/2.2 %).
Am Primärmarkt bietet die Finanzagentur des Bundes heute neue 2-jährige Schätze im Volumen von 5 Mrd. Euro an, morgen folgen 3 Mrd. Euro der 10-jährigen Bundesanleihe. Die Niederlande stocken 10-jährige DSL um 3 Mrd. Euro auf. Der ESM verkauft 1 Mrd. Euro der im Oktober 2022 fälligen Anleihe. Frankreich ist am Donnerstag mit 4-5 Mrd. Euro in kurzen und mittleren Fälligkeiten am Zug, Spanien gleichtägig mit 3- und 15-jährigen Titeln im Volumen von 3-4 Mrd. Euro. In Italien steht eine neue 6-jährige BTPi „Italia“ bis Donnerstag zum Verkauf, die 8 Mrd. Euro einspielen soll.
Die Bayerische Landesbodenkreditanstalt hat das Mandat für eine 10-jährige Anleihe im Volumen von 500 Mio. Euro unter Garantie des Freistaates Bayern vergeben. Die Afrikanische Entwicklungsbank ist mit einer 7-jährigen Anleihe im Markt, die in den niedrigen Zehnern unter Midswap angeboten wird.
Technik:
Dem Bund-Future gingen nach freundlichem Start die Anschlusskäufe aus. Er schloss (162.05) 14 Stellen unter Vortagsniveau. Das technische Bild im Tageschart ist angeschlagen, auf Wochenbasis überwiegen negative Signale.
Unterstützungen liegen bei 162.12 (Tief v. 13.11.), 161.94 (50 %- Retracement von 160.24 bis 163.63)), 161.74 (Trendlinie), 161.31 (Hoch v. 25.10.), 160.95 (Tief v. 26.10.) und 160.76 (Tief v. 25.10.).
Widerstände sehen wir bei 162.56 (Hoch v.10.11.), 162.88 (Hoch v. 03.11), 162.95 (Tief v. 07.11.), 163.24 (Hoch v. 07.09.), 163.40 (Hoch v. 09.11.) und 163.63 (Hoch v. 08.11.).
Unterstützungen 161.94 161.74 161.31
Widerstände 162.56 162.88 163.24


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