EXPERTEN

12:35 | 31.07.2020
Helaba – Tagesausblick Aktien: DAX: 200-Tagelinie rückt in den Fokus

Gestern ging es für den DAX steil abwärts. Schwächeanzeichen gab es von charttechnischer Seite zuletzt einige. Die Verkaufswelle startete nachdem bekannt wurde, dass das BIP hierzulande im zweiten Quartal um 10,1 Prozent fiel. Auch die US-Wirtschaft brach im abgelaufenen Quartal so stark ein wie noch nie. Hinzu kamen die von US-Präsident Trump ins Spiel gebrachte Überlegung, die Wahl im November zu verschieben und neuerliche Corona-Sorgen. In den USA ist die Zahl der infizierten mittlerweile auf 4,4 Millionen angewachsen. 150.000 Tote sind in dem Land zu beklagen. In Japan, Indien und Australien, um nur einige zu nennen, kletterten die Neuinfektionszahlen wieder. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sieht eine zweite Coronavirus-Welle über Europa hereinbrechen. Die Folgen der Pandemie werden zunehmend auch in den Unternehmenszahlen sichtbar. Airbus musste im zweiten Quartal einen Verlust vor Steuern in Höhe von 1,4 Milliarden Euro hinnehmen. Auch VW schrieb im Zuge der Corona-Krise rote Zahlen. Im zweiten Quartal musste ein Betriebsverlust von 1,7 Milliarden Euro verbucht werden. Der Ölkonzern Total schreibt sieben Milliarden Dollar ab. Für die spanische Großbank BBVA stand im ersten Quartal unter dem Strich ein Verlust von 1,8 Milliarden Euro. Für die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise wurden Rückstellungen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro gebildet. Natürlich gibt es auch Unternehmen die bisher gut durch die Krise kommen. Dazu zählt Fresenius Medical Care. Im zweiten Quartal wurden sehr gute Ergebnisse erzielt. Der Bahntechnikkonzern Vossloh hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Heute stehen weitere Quartalsberichte zur Veröffentlichung an. Hierzulande wird dies unter anderem bei Steinhoff, Traton, Audi, Nemetschek und ProSiebenSat.1 der Fall sein. In den USA werden die Bücher beispielsweise von Merck & Co. Caterpillar, ExxonMobil und Colgate-Palmolive, geöffnet.
Charttechnik
Die Erwartung, dass sich der Abwärtsimpuls mit einem Rutsch unter die Supportzone bei 12.768/12.745 Zählern dynamisieren würde, hat sich gestern eindrucksvoll bestätigt. Im Zuge dessen wurde eine Reihe wichtiger Unterstützungen, beispielsweise ein Fractal Average und die für den tertiären Trend relevante 21-Tagelinie (12.795) durchbrochen. Das Fibonacci-Level bei 12.373 Punkten erwies sich zunächst als tragfähig. Heute droht auch dieser Support nachhaltig durchbrochen zu werden. Dann würden ein Fibonacci-Level (12.263), eine Projektion (12.234) und insbesondere die 55- und 200-Tagelinie (12.214/12.209) in den Fokus rücken.


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