EXPERTEN

13:16 | 14.02.2020
Helaba – Tagesausblick Aktien: DAX zeigt sich stabil

Zuletzt war der DAX in der Lage sich von den Entwicklungen rund um das Coronavirus zu lösen. In einer Phase weiter stark steigender Infektions- und Todesfallzahlen markierte der deutsche Leitindex ein neues Rekordhoch. Gestern kehrte vorübergehend etwas Ernüchterung an den hiesigen Markt zurück. Die Unterstützung in Form einer Strukturprojektion (13.722) konnte jedoch auf Schlusskursbasis verteidigt werden. Dennoch ist anzumerken, dass das neue Hoch von nicht idealtypischen, charttechnischen Rahmenbedingungen begleitet wurde. Auch könnten verstärkt nach unten korrigierte Prognosen zukünftig das Sentiment belasten. Beispielsweise erwartet die Internationale Energiebehörde (IEA) in diesem Quartal den ersten Rückgang der weltweiten Öl-Nachfrage seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2009. Die bisherigen Schätzungen wurden um 365.000 bpd nach unten korrigiert. Auch die Autonachfrage ist in China seit dem Virus-Ausbruch eingebrochen. Hingegen hielt die EU-Kommission an ihrer Wachstumsprognose fest. Für Rückenwind am Aktienmarkt sorgte die Nachricht, dass der britische Finanzminister zurücktritt. Offenbar, so scheint es, hatte er sich mit Boris Johnson überworfen. Sein Nachfolger soll Rishi Sunak werden. Die weitere Entwicklung rund um das Coronavirus wird auch heute wieder im Fokus stehen, zumal die Zahl von Infizierten auf über 65.000 angewachsen ist und über 1.500 Tote zu beklagen sind. Heute werden weitere Quartalsberichte präsentiert.
Charttechnik
Auf das Rekordhoch vom Mittwoch folgte am Donnerstag eine zwischenzeitliche Korrektur, welche jedoch im Bereich der Supportzone von 13.580/13.600 Zählern endete und für einen langen unteren Schatten an der Tageskerze sorgte. Wie lange sich der DAX immer wieder erfolgreich gegen derartige Abwärtsbewegungen zur Wehr setzen kann bleibt abzuwarten. Grundsätzlich gilt, dass sehr steil verlaufende Anstiegsbewegungen schwer durchzuhalten sind. Insbesondere dann, wenn diese von unterdurchschnittlicher Schwungkraft, einer zu geringen Trendstärke, negativen Divergenzen sowie einer unausgewogenen Strukturkonstellation bei den DAX-Komponenten begleitet werden, wie es aktuell der Fall ist. Die bei 13.722 Zählern verlaufende Strukturprojektion sowie der Swing Point bei 13.640 Punkten erwiesen sich zuletzt als tragfähig. Sollten diese Marken durchbrochen werden, finden sich weitere Haltemarken bei 13.588, 13.484, 13.431 (21-Tagelinie) und 13.319 (55-Tagedurchschnitt). Auf der Oberseite geht von den Marken bei 13.801, 13.818, 13.857 und 13.939 Widerstand aus.


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