EXPERTEN

14:08 | 29.06.2020
Helaba – Tagesausblick Aktien: Geht den Optimisten allmählich die Puste aus?

Am deutschen Aktienmarkt stellt sich die Frage, ob den Optimisten allmählich die Puste ausgeht, denn am Freitag ging es für den Leitindex nach unten. Tags zuvor wurde kurzzeitig die psychologisch wichtige 12.000er-Marke unterschritten. Wie schnell die Stimmung kippen kann, konnte zuletzt mehrfach beobachtet werden. Insbesondere wenn es um das Corona-Virus geht. In verschiedenen Ländern nehmen die Infektionszahlen wieder zu, so dass sich die Sorgen um eine mögliche, zweite Welle verstärken. Dazu tragen auch Bilder von überfüllten Stränden wie in Südengland ihren Teil bei. In Brasilien und den USA wurden jeweils 40.000 Neuinfektionen gemeldet. Bei letztgenannten summiert sich die Zahl der registrierten Infektionsfälle auf über 2,4 Millionen. Präsident Trump führte die steigende Infektionszahl auf den Fakt zurück, dass in seinem Land mehr als anderswo auf der Welt getestet würde. Insgesamt zeigt die Nachrichtenlage, dass die Folgen der Pandemie noch immer herausfordernd für verschiedene Wirtschaftszweige sind. Die Lage bei den Airlines und die notwendigen staatlichen Rettungspakete sind hinlänglich bekannt. Auch an den Flughäfen brechen logischerweise die Passagierzahlen ein. Der Hamburger Airport rechnet damit, in diesem Jahr 100 Millionen Euro Verlust einzufahren. Die Rückkehr zum Flug- und Passagieraufkommen der Vor-Corona-Zeit sei nicht vor 2025 zu erwarten. EZB-Chefin Christine Lagarde äußerte die Einschätzung, dass die Euro-Zone den Tiefpunkt der Coronakrise wohl hinter sich habe. In dieser Woche wird der gut gefüllte Konjunkturdatenkalender die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Charttechnik
Zuletzt stand die 200-Tagelinie (12.155) sowie der 144-Tagedurchschnitt (11.953) beim DAX im Fokus. Es ist davon auszugehen, dass dies auch in der neuen Woche der Fall sein wird. Dafür spricht auch die Chartkonstellation auf Wochenbasis. Beim Blick auf die Grafik wird deutlich, dass der Index zum zweiten Mal in Folge mit dem Versuch gescheitert ist, die auf das März-Tief zurückgehende, lineare Regression (12.560) sowie am 76,4-Prozent-Fibonacci-Level zu überwinden. Hinzu kommt, dass sich der ADX abschwächt, das Volumen seit geraumer Zeit unterdurchschnittlich ausfällt und insbesondere der Kaladeiscope-Indikator eine sehr ausgeprägte Seitwärtsphase aufweist. In der Vergangenheit folgten darauf häufig Abwärtsimpulse.


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