EXPERTEN

13:19 | 14.08.2019
Helaba – Tagesausblick Aktien: Überraschende Kehrtwende im Handelsstreit

Am Dienstag setzte der DAX seinen Abwärtsimpuls zunächst fort. Im Zuge dessen rutschte der deutsche Leitindex bis auf 11.539 Zähler und damit recht deutlich unter die bei 11.647 Zählern verlaufende 200-Tagelinie ab. In dieser Phase kletterte auch der V-DAX als „Angstbarometer“ von 19,99 am Vortag in der Spitze bis auf 21,60. Angesichts der Vielzahl an Unsicherheitsfaktoren wie beispielsweise die verschiedenen Handelsstreitigkeiten, (USA/China, Japan/Südkorea), der Brexit, die Regierungskrise in Italien, die weiterhin vorhandene Eskalationsmöglichkeit rund um den Iran, aufkommende Konjunktursorgen, teilweise enttäuschende Unternehmensbilanzen, die anhaltenden Proteste in Hongkong (gestern waren Bilder einer großen Anzahl von Militärfahrzeugen in der Grenzstadt zu sehen), sowie die Furcht vor einer linkspopulistischen Regierung in Argentinien war diese Entwicklung nachvollziehbar. Am Nachmittag hellte die überraschende Nachricht, dass die US-Regierung einen Teil der kürzlich angekündigten Strafzölle gegen China bis Mitte Dezember verschoben werden sollen, die stark eingetrübte Stimmung an den Aktienmärkten spürbar auf. Heute Morgen hat RWE seine Bücher geöffnet. Demnach hat der Konzern im ersten Halbjahr eine Gewinnsteigerung verbucht.
Charttechnik
Nachdem der DAX in den letzten Tagen an verschiedenen Widerständen, beispielsweise bei 11.760 und 11.785 Zählern gescheitert war, legte der Index folgerichtig zunächst den Rückwärtsgang ein. Im Zuge dessen wurde eine Reihe wichtiger Unterstützungen, insbesondere die 200-Tagelinie, temporär unterschritten. Der am Nachmittag vollzogene Rebound hellte das kurzfristige, charttechnische Bild wieder auf. Damit wurde auch die Entstehung einer negativen Fortsetzungsformation zunächst verhindert. Insofern rücken die eingangs bereits erwähnten Widerstände erneut in den Fokus. Darüber hinaus gilt es die Marken bei 11.825 (Retracement), 11.869 (144-Tagelinie), sowie den 200-Tage-EMA (11.950) im Hinterkopf zu behalten. Auch wenn sich das Bild auf tertiärer Ebene wieder etwas aufhellt, sind die Gefahren auf der Unterseite nicht vom Tisch. Vor allem das gestern markierte, neue Impulstief und das damit einhergehende, prozyklische Signal spricht für diese These.


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