EXPERTEN

13:12 | 14.08.2019
HSBC T&B – Deutschland mit erstem Schritt in die Rezession?

Als letzte der größeren Volkswirtschaften in der Eurozone gibt heute auch Deutschland seine vorläufigen BIP-Zahlen für das 2. Quartal 2019 bekannt. Dabei kündigen sich in Anbetracht der seit Monaten schwächelnden Sentimentindikatoren – erst gestern markierte die ZEW-Lagebeurteilung für August mit -14,5 Punkten ein neues Neunjahrestief – sowie der ernüchternden Zahlen zur Industrieproduktion zwischen April und Juni (-1,5 % gg. Vq.), wenig erfreuliche Neuigkeiten an. Wir rechnen mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 % gg. Vq, nachdem im 1. Quartal noch ein Plus von 0,4 % realisiert werden konnte. Dabei dürften sich neben einer sich beschleunigenden Investitionsschwäche auch ein durch die internationalen Handelskonflikte beeinträchtigter Außenhandel negativ bemerkbar gemacht haben. Vor dem Hintergrund der weiterhin beträchtlichen wirtschaftlichen Risiken in den kommenden Monaten, die sich nicht zuletzt auch in den gestrigen Zahlen zu den ZEW-Konjunkturerwartungen widergespiegelt haben (schwächster Wert seit 2011 mit -44,1 Punkten), rechnen wir auch im weiteren Jahresverlauf nicht mit großen Sprüngen beim BIP. So dürfte Deutschland u. E. im 3. Quartal zwar eine technische Rezession (zwei aufeinanderfolgende Quartale mit negativen BIP-Raten) noch vermeiden (HSBCe: +0,2 % gg. Vq.), im Gesamtjahr 2019 aber lediglich um 0,5 % wachsen (2018: 1,5 %).
Marktreaktion:
Da die bisher vorliegenden Daten aus den Euroländern auf eine etwas besser als von uns prognostizierte BIP-Entwicklung in Deutschland hinweisen, stellt eine Realisation im Rahmen unserer Erwartungen an den Finanzmärkten eher eine Enttäuschung dar. Somit sind heute erneut Allzeittiefs bei den Bundrenditen möglich.


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