EXPERTEN

11:33 | 11.07.2019
HSBC T&B – Fehlende Teuerung könnte Fed-Tauben weiter beflügeln

Anlässlich der halbjährlichen Anhörung im US-Kongress wird Fed-Chef Jerome Powell heute auch dem Haushaltsausschuss des Senats über die aktuelle geldpolitische Ausrichtung Bericht erstatten. Sowohl Powells Statement vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhaus als auch das gestern veröffentlichte Gesprächs-Protokoll der letzten FOMC-Sitzung vermittelten dabei eine im Grundton „dovishe“ Sichtweise. Powell sagte aus, dass die Fed vor dem Hintergrund der schwelenden Konjunkturrisiken „angemessen“ reagieren werde. Dies lässt darauf schließen, dass eine baldige Zinssenkung in den USA als Vorsichtsmaßnahme vor einer wirtschaftlichen Abkühlung in Aussicht steht. Vor diesem Hintergrund dürften die heutigen Inflationsdaten für Juni zusätzliche Brisanz erhalten. Wir rechnen aufgrund sinkender Energiepreise mit einem erneuten Rückgang der Inflationsrate von 1,8 % im Mai auf 1,6 %. Da auch der unterliegende Preisdruck – gemessen an der Kerninflationsrate – mit 2,0 % lediglich auf dem Vormonatsniveau verbleiben dürfte, würden sich die Befürworter einer raschen Senkung der Fed Funds-Rate im Offenmarktkomitee der Fed wohl bestätigt sehen.
Marktreaktion:
Die Aussagen Powells wurden an den Finanzmärkten überwiegend als Zeichen für eine Zinssenkung bereits im Juli angesehen und haben daher den US-Dollar zum Euro unter Druck gesetzt. Bestätigen die heutigen Inflationszahlen die Erwartungen eines weiterhin gedämpften Preisauftriebs, dürfte dies für weiteres Aufwertungspotential des Euro in Richtung von 1,13 USD sorgen.


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