EXPERTEN

13:59 | 16.05.2019
HSBC T&B – Gutes Wachstum bremst Nachfrage nach Bunds nicht

Konsum, Bau und Investitionen treiben deutsches BIP
Im 1. Quartal 2019 wuchs das deutsche BIP um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal, das beste Ergebnis seit dem 2. Quartal 2018. Die Jahresrate blieb mit 0,7 % stabil, was aber nur noch rund einem Viertel der Wachstumsrate von Ende 2017 entspricht. Laut der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes stiegen der private Konsum, das Baugewerbe und die Ausrüstungsinvestitionen stark an, während die öffentlichen Ausgaben das Wachstum dämpften. Der Nettoexport hatte offenbar keinen wesentlichen Einfluss. Die am 23. Mai anstehenden Detaildaten dürften einen tieferen Einblick in die „Qualität“ des Wachstums geben. Wir befürchten, dass einige der Elemente, die das Wachstum im 1. Quartal beflügelt haben, wahrscheinlich nachlassen werden, so dass das BIP im 2. Quartal anfällig für einen Rückschlag ist. So sind die Ölpreise in den vergangenen Wochen wieder deutlich angezogen, was die Kaufkraft der Konsumenten schwächt. Zudem haben die Bauinvestitionen im 1. Quartal von den sehr milden Wintertemperaturen profitiert, wodurch auch in dieser Hinsicht eine Normalisierung droht.
Marktreaktion:
Nachdem für die gesamte Eurozone bereits eine Beschleunigung des BIP-Wachstums in den ersten drei Monaten gemeldet worden war, sorgten die deutschen Wachstumszahlen für keine größeren Marktbewegungen mehr


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