EXPERTEN

12:05 | 05.09.2019
HSBC T&B – Notenbanken gehen unterschiedliche Wege

Die schwedische Krone war in den vergangenen Monaten eine der wenigen Währungen, die im Vergleich zum Euro abwertete; der Euro markierte jüngst sogar ein neues Hoch im Vergleich zur Krone. Der Sinkflug der schwedischen Valuta konnte zwar zwischenzeitlich durch Kommentare seitens der schwedischen Notenbank gebremst werden, wonach die Inflationsentwicklung die Basis für eine Verschärfung der Geldpolitik darstelle. Die letzten Konjunkturdaten enttäuschten indes eher, so dass die Währungshüter das Thema „Zinserhöhung“ auf ihrer heutigen Sitzung nicht weiter forcieren dürften. In der Eurozone steht die EZB indes kurz vor einer geldpolitischen Lockerung. Jüngste Kommentare von einigen EZB-Mitgliedern verdeutlichen allerdings, dass es auf der Sitzung am 12. September intensive Diskussionen über den Umfang der Maßnahmen geben wird. Insbesondere die Wiederaufnahme des QE-Programms scheint kein Selbstläufer zu sein. So äußerten sich in den letzten Tagen die Notenbankchefs von Frankreich (François Villeroy de Galhau) und Estland (Madis Müller) diesbezüglich zurückhaltend. Zuvor hatten sich bereits der deutsche und niederländische Vertreter kritisch geäußert.
Marktreaktion:
Die Kommentare der EZB-Mitglieder dürften mit dazu beigetragen haben, dass die Rallye bei langlaufenden Bundesanleihen ins Stocken geraten ist.


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