EXPERTEN

12:48 | 17.05.2018
HSBC T&B – Und sonst?

– Eurozone: Die Veröffentlichung der finalen Inflationsdaten in der Eurozone im April hat keine signifikanten Veränderungen zu den Vorabschätzungen aufgezeigt. So wurden sowohl die Inflationsrate als auch die Kernrate bei 1,2 % (März: 1,3 %) bzw. 0,7 % (März: 1,0 %) auf ihren niedrigen Niveaus bestätigt. Auch in Deutschland ergaben sich im Hinblick auf die Ergebnisse der Frühschätzungen mit jeweils 1,6 % (CPI) bzw. 1,4 % (HVPI) bei der Inflation keine Veränderungen. Im weiteren Verlauf des 2. Quartals erwarten wir aber in Folge der gestiegenen Ölpreise, des schwächeren Euros sowie aufgrund von Basiseffekten bei den Energiepreisen ein spürbares Anziehen der Teuerungsraten.
– Polen: Auf der Sitzung der polnischen Notenbank (NPB) wurde gestern beschlossen, das Leitzinsniveau von 1,50 % unverändert zu belassen. Damit bleibt die NPB ihrem abwartenden geldpolitischen Kurs trotz sehr guter Konjunkturlage – im 1. Quartal stieg das BIP um 1,6 % gg. Vq. – treu. Wir erwarten diesbezüglich eine Beibehaltung des aktuellen Leitzinsniveaus bis Ende 2019.
– Brasilien: Auch die brasilianischen Notenbanker haben gestern keine Leitzinsanpassung vorgenommen. Allerdings wurde die Beibehaltung der SELIC-Rate auf 6,50 % im Marktkonsens als Überraschung aufgenommen, da mit einer Senkung um 25 BP gerechnet wurde. Obwohl die Inflationsrate aktuell unter dem Inflationsziel der Notenbank liegt, rechnen die brasilianischen Währungshüter mittelfristig mit einem Anziehen der Teuerung. Daher erwarten wir in Brasilien keine weiteren Zinsschritte in diesem Jahr.


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