EXPERTEN

12:28 | 10.10.2018
HSBC T&B – Und sonst?

Deutschland: Ein drastischer Rückgang bei den Importen hat der deutschen Wirtschaft im August einen im Vergleich zum Vormonat deutlich verbesserten Handelsbilanzsaldo beschert. Zwar waren auch die Exporte saisonbereinigt mit -0,1 % gg. Vm. erneut leicht rückläufig (Juli: -0,8 %), dagegen brachen aber die Importe um 2,7 % gg. Vm. ein und kompensierten damit den starken Vormonatsanstieg (+2,8 %) fast vollständig. Insgesamt betrug der Handelsbilanzüberschuss im August 18,3 Mrd. EUR nach (minimal nach oben revidierten) 15,9 Mrd. EUR im Juli, bleibt damit aber immer noch deutlich unter den Monatsdurchschnitten des Vorjahres von rund 20,5 Mrd. EUR. Insofern dürften die Wachstumsimpulse aus dem Außenhandel im 3. Quartal 2018 gering ausfallen.

Anleihenmärkte: Aussagen des italienischen Finanzministers Giovanni Tria alles zu unternehmen um Marktturbulenzen zu vermeiden und eine gemäßigte Diskussion über das italienische Haushaltsdefizit mit der EU zu führen haben den Anstieg der Renditen für italienische Staatsanleihen vorübergehend stoppen können. Nachdem die Renditen für 10-jährige BTP’s kurzzeitig noch die Marke von 3,70 % überschritten und 30-jährige BTP’s erstmals seit August 2014 wieder über 4 % lagen, beruhigten sich die Anleihenmärkte im Tagesverlauf wieder. Auch die Renditen für 10-jährige US-Treasuries markierten mit rund 3,25 % ein neues 7-Jahreshoch, bevor eine Konsolidierung in Richtung 3,20 % einsetzte. Die Volatilität an den Rentenmärkten dürfte indes auch in den kommenden Handelstagen hoch bleiben.

Südafrika: Zum sechsten Mal in nur drei Jahren wechselt der Finanzminister. Gestern hat Präsident Ramaphosa den früheren Chef der südafrikanischen Zentralbank, Tito Mboweni, zum Nachfolger von Nhlanhla Nene ernannt. Die Personalentscheidung wurde von den Finanzmärkten als positives Signal für Kontinuität im Amt aufgenommen. Durch den wachsenden Preisdruck in der Volkswirtschaft rechnen wir mit steigenden Renditen, was jedoch die Attraktivität der Staatsanleihen für Anleger generell verringert.

EXPERTEN

13:25 | 04.10.2018
HSBC T&B – Und sonst?

Italien: Nach der EU-Kritik an den italienischen Haushaltsplänen stieg die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe am Dienstag bis auf 3,45 % und damit auf den höchsten Stand seit März 2014 an. Am Mittwoch gab die 10-jährige Rendite dann wieder bis auf gut 3,30 % nach, nachdem Premierminister Giuseppe Conte bekanntgab, dass die geplante Neuverschuldung in den Jahren 2020 und 2021 nicht wie zunächst angesetzt bei 2,4 %, sondern „nur“ bei 2,1 % (2020) bzw. 1,8 % (2021) liegen soll. Auch in den kommenden Tagen ist am Anleihenmarkt mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen. Bis zum 20. Oktober will Rom seine endgültigen Pläne in Brüssel vorlegen.

Großbritannien: Premierministerin Theresa May hat ihren „Brexit“-Kurs auf dem Tory-Parteitag verteidigt und um Unterstützung für die EU-Austrittspläne geworben. Diese sehen einen gemeinsamen Binnenmarkt für Waren und Güter, nicht aber für Dienstleistungen vor. Gleichzeitig machte May deutlich, dass man auch bereit sei, die EU ohne eine Austrittsvereinbarung zu verlassen, wenn kein gutes Abkommen für Großbritannien möglich sei. Auf dem jüngsten Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in Salzburg hatten die EU-Vertreter die beschriebenen Pläne abgelehnt. Eine Verhandlungslösung scheint unter diesen Voraussetzungen nur schwer erreichbar.

USA: Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor zog im September überraschend kräftig um 3,1 auf 61,6 Punkte und damit auf den zweithöchsten Stand seit Erhebungsbeginn der Zeitreihe im Sommer 1997 an (August 1997: 62,0). Das sorgte für erhöhte Erwartungen der Finanzmarktteilnehmer an den geldpolitischen Zinspfad der US-Notenbank. Daraufhin zog die Rendite für 10-jährige US-Treasuries spürbar an. Diese Tendenz setzte sich im frühen asiatischen Handel fort. Mit gut 3,20 % wurde hier zuletzt das höchste Niveau seit dem Sommer 2011 verzeichnet.

Ölpreise: Sorgen vor einer Angebotsverknappung des Rohstoffs mit Blick auf die geplanten US-Sanktionen im Energiebereich gegen den Iran ab November haben dazu beigetragen, dass der Preis für ein Barrel der Sorte „Brent“ zum Monatsbeginn auf gut 86 USD und damit den höchsten Stand seit rund vier Jahren gestiegen ist.


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