EXPERTEN

13:08 | 06.12.2018
HSBC T&B – Und sonst?

Großbritannien: Nach dem EU-Referendum vom Juni 2016 war der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor zum bisher letzten Mal unter die Expansionsmarke von 50 Punkten gerutscht (47,4). Im November 2018 wurde mit 50,4 Punkten nun mit Ausnahme dieses Berichtsmonats der niedrigste Stand seit Ende 2012 verzeichnet (Oktober: 52,2). Neben den Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem „Brexit“-Prozess und den damit verbundenen innenpolitischen Konflikten trugen auch geringere Konsumausgaben zur Verschlechterung der Unternehmensstimmung bei. Für das laufende Quartal zeichnet sich daher eine deutliche Wachstumsabschwächung im Vergleich zum Zeitraum von Juli bis September (BIP: +0,6 % gg. Vq.) ab.

Kanada: Wie erwartet hat die Notenbank den Leitzins gestern unverändert bei 1,75 % belassen. Der Grundton bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung war hingegen deutlich vorsichtiger als zuletzt. So sehen die kanadischen Währungshüter Anzeichen dafür, dass die internationalen Handelskonflikte stärker negativ auf die Weltkonjunktur durchschlagen als bisher gedacht. Zudem rechnet die Bank of Canada (BoC) jetzt damit, dass die Inflation (Oktober: 2,4 % gg. Vj.) in den kommenden Monaten stärker zurückfällt als zuvor erwartet. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Tempo der Leitzinserhöhungen in 2019 abschwächt. Der kanadische Dollar verlor als Reaktion auf das Statement der BoC zur Leitzinsentscheidung spürbar an Wert. Der US-Dollar stieg mit Notierungen von rund 1,34 CAD auf den höchsten Stand seit Juni 2017.

USA: Der jüngste Konjunkturbericht der regionalen Notenbanken, der acht Mal im Jahr im Beige Book zusammengefasst wird, offenbarte, dass die BIP-Dynamik in einigen Fed-Distrikten nachgelassen hat. Die meisten Regionen berichten aber weiterhin von einem moderaten Momentum.

EXPERTEN

11:49 | 23.11.2018
HSBC T&B – Und sonst?

Eurozone: Aus dem Gesprächsprotokoll der EZB-Sitzung von Ende Oktober geht hervor, dass die Währungshüter trotz zuletzt eher enttäuschender Konjunkturzahlen und einer nach wie vor geringen Kerninflationsrate immer noch die Rahmenbedingungen für eine geldpolitische Wende in der Eurozone gegeben sehen. Als Hauptargument wurde dabei der von einem robusten Arbeitsmarkt gestützte private Konsum angeführt. Zudem wurde auf die mögliche Problematik des Auslaufens der im Rahmen des TLTRO-Programms begebenen Kredite an die Geschäftsbanken im kommenden Jahr verwiesen. Vor dem Hintergrund der in diesem Zusammenhang drohenden Liquiditätsengpässe erwarten wir daher eine Verlängerung der TLTRO-Finanzierung.

Brasilien: Langlaufende Staatsanleihen dürften künftig davon profitieren, dass die Risikoaufschläge infolge der Fortsetzung von Sozialreformen abnehmen sollten. Entsprechende Schritte hat die neue Regierung unlängst für das kommende Jahr angekündigt. Insofern rechnen wir perspektivisch mit einer Abflachung der Renditekurve. Heute stehen nun zunächst die Preisdaten für die erste Novemberhälfte an. Nach 4,5 % im Oktober erwarten wir eine Inflation von 4,3 % im November und von 4,2 % im Dezember.

Südafrika: Wie von uns erwartet hat die südafrikanische Notenbank (SARB) gestern ihren Leitzins um 25 BP auf 6,75 % angehoben. Die Entscheidung hierfür fiel allerdings mit 4:3 Stimmen denkbar knapp aus. Obwohl die südafrikanischen Währungshüter in ihren Projektionen die Erwartungen hinsichtlich der Inflationsentwicklung sogar ein wenig nach unten schraubten, überwog am Ende die Tatsache, dass die prognostizierten Werte bis 2020 deutlich über der mittleren Zielrate von 4 % liegen und somit eine restriktivere Geldpolitik notwendig machen. Wir rechnen in diesem Zusammenhang mit noch einem weiteren Zinsschritt – um 25 BP im 1. Quartal 2019 – bis Ende 2020.


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