EXPERTEN

13:07 | 09.01.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Deutschland: Im November ist die Industrieproduktion um weitere 1,9 % gg. Vm. geschrumpft (Marktkonsens: +0,3 %). Zudem wurde der Oktoberwert von -0,5 % auf -0,8 % nach unten revidiert. Nachdem bereits im Zeitraum von Juli bis September ein negativer Quartalswert für die Produktionsaktivitäten ausgewiesen wurde, droht dem Industriesektor eine technische Rezession. Nur bei einem Monatsplus von mindestens 5,5 % im Dezember würde eine erneute Quartalskontraktion vermieden. Zwar dürften die schwachen Novemberwerte zum Teil auf Sondereffekte wie den Brückentag vom Monatsbeginn zurückzuführen sein, so dass ein Rebound im Dezember wahrscheinlich ist. Dieser droht mit Blick auf die Eintrübung der Sentimentindikatoren jedoch nur verhalten auszufallen, so dass das Risiko für unsere BIP-Prognose für das 4. Quartal 2018 (+0,4 % gg. Vq.) zunehmend auf der Unterseite liegt.

Großbritannien: Heute nimmt das britische Parlament die Beratungen über den von Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag wieder auf, bevor am kommenden Dienstag (15. Januar) über das Abkommen abgestimmt werden soll. Wird der Vertrag abgelehnt und gelingt es nicht, eine mehrheitsfähige Alternative im „House of Commons“ auf den Weg zu bringen, die auch in der EU ihre Zustimmung findet, wird Großbritannien am 29. März die EU nach WTO-Regeln ohne Vertrag verlassen. Derzeit ist noch nicht absehbar, ob es der britischen Regierung gelingt, eine Mehrheit für den „Brexit“-Deal zusammenzubringen. Das britische Pfund verharrt derzeit zum Euro im Bereich von 0,90 GBP, droht in den kommenden Wochen aber einer erhöhten Volatilität ausgesetzt zu sein.

China: Die Handelsgespräche mit den USA werden heute in Peking fortgesetzt und damit um mindestens einen Tag verlängert. Presseberichten zufolge strebt die US-Administration eine baldige Einigung an, um die Verunsicherung an den Finanzmärkten bezüglich der Risiken aus den anhaltenden Handelsstreitigkeiten zu reduzieren. Als Reaktion auf diese Meldung zogen die Ölpreise an. Am Devisenmarkt profitierten die Währungen, die stark von der Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig sind. Dazu gehört neben dem australischen, dem neuseeländischen und dem kanadischen Dollar auch die norwegische Krone. Nachdem der Euro hier zuletzt auf ein 10-Jahreshoch und auf Kurse jenseits von 10 NOK gestiegen war, fiel dieser jüngst wieder unter die angeführte Marke zurück.


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