EXPERTEN

13:23 | 10.01.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Frankreich: Die Stimmung unter den Verbrauchern ist im Dezember auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren gefallen. Mit 87 Indexpunkten liegt der Sentimentindikator zudem um 18 Punkte unter dem Stand von vor einem Jahr. Dieser Rückgang ist der stärkste innerhalb eines Kalenderjahres seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1972 und dokumentiert, dass die Wachstumsrisiken für die französische Wirtschaft deutlich zugenommen haben.

Deutschland: Im November verzeichnete die Handelsbilanz saisonbereinigt einen Überschuss von 19,0 Mrd. EUR (Oktober: 17,9 Mrd. EUR). Zudem wurden die Werte für August (0,5 Mrd. EUR) und Oktober (0,6 Mrd. EUR) nach oben revidiert. Per Saldo zeichnet sich im 4. Quartal ein etwas höheres Plus im Vergleich zum Zeitraum von Juli bis September ab. Da es sich jedoch um nominale Werte handelt, bleibt abzuwarten, ob vom Nettoaußenbeitrag positive Impulse für das BIP ausgegangen sind.

Großbritannien: Das britische Unterhaus hat die Regierung dazu verpflichtet, innerhalb von drei Sitzungstagen einen „Plan B“ für den „Brexit“-Prozess vorzulegen, sollte der mit der EU ausgehandelte Austrittsvertrag abgelehnt werden. Eine Abstimmung über das Abkommen ist für kommenden Dienstag (15. Januar) vorgesehen. Da sich bisher weder eine Parlamentsmehrheit für den o. g. ausgehandelten Vertrag noch für eine der in den letzten Wochen diskutierten alternativen „Brexit“-Szenarien abzeichnet, steigt die Unsicherheit darüber, ob es zu einem ungeregelten Austritt kommt. Der Euro konnte gestern zum Pfund auf Werte klar jenseits von 0,90 GBP zulegen.

Kanada: Zwar betonte die Notenbank auf ihrer gestrigen Sitzung nach Abwägung aller Faktoren, dass die Leitzinsen nach Ansicht der Währungshüter über die Zeit in den neutralen Bereich anzuheben sind, um die Inflation im Zielbereich von 1-3 % gg. Vj. zu halten (November: 1,7 %). Insgesamt fiel das Statement der Bank of Canada zur Zinsentscheidung aber verhaltener aus als zuletzt. Der kanadische Dollar verlor daraufhin zum Euro an Wert und wird aktuell bei 1,525 CAD gehandelt.

China: Im Dezember haben sich die allgemeinen Verbraucherpreise um 1,9 % gg. Vj. verteuert (November: 2,2 %). Die Jahresrate für die Zunahme der Produzentenpreise verlangsamte sich zudem von 2,7 % auf 0,9 %. Der wesentliche Grund dafür waren die geringeren Ausgaben für Kraftstoffe infolge der niedrigeren Ölpreise. Die Verbraucher profitierten zusätzlich von der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln. Die gegenwärtige Inflation ermöglicht den Währungshütern weitere Lockerungen in der Geldpolitik, etwa eine erneute Rücknahme der Mindestreservesätze um zusätzliche 100 BP. Auf der Währungsseite erhält der Yuan indes mit Notierungen um 6,80 CNY je USD spürbaren Rückenwind vom Verlauf der Handelsgespräche mit den USA.


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