EXPERTEN

13:24 | 12.02.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Zinsen: Mit Blick auf die global zuletzt insgesamt schwächeren Konjunkturdaten sowie der daraus resultierenden Erwartung dauerhaft niedriger Leitzinsen waren vermeintlich „sichere Häfen“ wie Bundesanleihen in den vergangenen Wochen wieder verstärkt gefragt. Da wir davon ausgehen, dass sich das wirtschaftliche Umfeld in der Eurozone in den kommenden Quartalen nicht wesentlich verbessert und der Preisdruck niedrig bleibt, dürfte die EZB weder in diesem noch im nächsten Jahr die geldpolitische Zinswende einleiten. Wir haben daher unsere Prognose für 10-jährige Bundeswertpapiere adjustiert und rechnen nun zum Jahresende 2019 nur noch mit einem Niveau von 0,20 % (zuvor: 0,50 %).

USA: Nach Angaben aus Verhandlungskreisen haben sich Republikaner und Demokraten grundsätzlich auf eine Einigung im Haushaltsstreit verständigt. Details sind noch nicht bekannt, zudem muss das Weiße Haus zustimmen. Die Hoffnung auf eine Vermeidung eines erneuten „Shutdowns“ hat dem US-Dollar gestern aber leichten Aufwind verliehen. Der Euro fiel zum Greenback unter die Marke von 1,13 USD zurück.

Eurozone: Die Finanzminister der Eurozone unterstützen die Kandidatur des aktuellen Gouverneurs der Zentralbank von Irland, Philip Lane, für den freiwerdenden Posten im EZB-Direktorium. Die Eurogruppe werde dem Europäischen Rat der EU-Staats- und Regierungschefs eine entsprechende Empfehlung aussprechen. Dieser wird nach Konsultationen mit dem Europäischen Parlament und dem EZB-Rat voraussichtlich auf dem nächsten EU-Gipfel am 22./23. März über die Nachfolge des Belgiers Peter Praet (EZB-Chefvolkswirt) entscheiden, dessen achtjährige Amtszeit am 31. Mai 2019 endet.

Tschechien: Die morgen zur Veröffentlichung anstehenden Januar-Daten der Verbraucherpreise erwarten wir mit 2,1 % gg. Vj. leicht oberhalb des Inflationsziels der Zentralbank von 2 %. Das eingetrübte Wirtschaftswachstum bei den Haupthandelspartnern in der EU lässt einen nachlassenden Preisdruck erwarten, was für eine abwartende Zinspolitik der tschechischen Notenbank spricht. Eine derzeit von zahlreichen Marktteilnehmern erwartete Umkehr zu geldpolitischen Lockerungen halten wir indes für unwahrscheinlich.


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