EXPERTEN

13:35 | 12.06.2019
HSBC T&B – Und sonst?

EZB: Notenbankpräsident Mario Draghi wird heute auf der 8. EZB-Konferenz zur Entwicklung in den mittel- und osteuropäischen Staaten eine einführende Rede halten. Nach den detaillierten Ausführungen zu den geldpolitischen Erwägungen der Notenbank in der Pressekonferenz zur Leitzinsentscheidung des EZB-Rats vom 6. Juni dürfte sich der Erkenntnisgewinn aus den heutigen Erläuterungen in Grenzen halten. Die Finanzmarktteilnehmer werden indes sehr genau auf das „wording“ des EZB-Chefs achten, der letzte Woche angekündigt hatte, dass die Notenbank für den Fall einer weiteren konjunkturellen Eintrübung bereitsteht, ggf. alle verfügbaren Instrumente anzupassen, damit sich die Teuerung dem Inflationsziel der EZB annähert. Mit Blick auf die zunehmend „dovishe“ Grundhaltung der europäischen Währungshüter (bezüglich der BIP-Aussichten überwiegen nach Ansicht des EZB-Rats weiter die Abwärtsrisiken) haben wir unsere Jahresendprognose 2019 für die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe auf -0,20 % (bisher: +0,10 %) nach unten angepasst.

Türkei: Bei der heutigen Zinsentscheidung der Notenbank rechnen wir nicht mit einer Änderung der Leitzinsen. Zwar gibt die Inflation (Mai: 18,7 % gg. Vj.) langsam nach und der BIP-Ausblick bleibt verhalten. Der Spielraum für geldpolitische Lockerungen erscheint uns im angespannten politischen Umfeld aber weiter begrenzt.

EXPERTEN

11:03 | 23.05.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Großbritannien: Die Jahresrate der Konsumentenpreise ist im Berichtsmonat April von 1,9 % auf 2,1 % gestiegen. Während sich deutlich erhöhte Energie- und Flugpreiskosten preistreibend auswirkten, dämpfte vor allem ein unerwartet starker Preisrückgang bei Computerspielen den Inflationsanstieg. Insgesamt dürfte die Entwicklung aber maßgeblich von Sondereffekten aufgrund des späten Ostertermins in die-sem Jahr getrieben worden sein. Wir rechnen daher in den kommenden Monaten wieder mit Inflationsraten unterhalb der 2 %-Marke. Das britische Pfund verlor gestern weiter an Wert, nachdem sich abzeichnete, dass dem von Premierministerin May vorgelegten neuen Plan zur Annahme des EU-Austrittsvertrages sowohl in den eigenen Reihen als auch von der Opposition im Unterhaus ebenfalls ablehnend gegenübergestanden wird. Der Euro zog daraufhin auf Kurse jenseits von 0,88 GBP an.

USA: Das Protokoll der letzten Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) vom 30. April und 1. Mai offenbarte zum Teil recht unterschiedliche Einschätzungen der Notenbankmitglieder hinsichtlich der geldpolitischen Implikationen aufgrund der anhaltend niedrigen Inflation. Per Saldo führte das zu der unveränderten Erkenntnis, dass man in Bezug auf die Richtung des nächsten Leitzinsschritts „geduldig“ bleiben könne. Wir rechnen daher in diesem Jahr weiterhin nicht mehr mit einer Änderung der Fed Funds-Rate und in der 2. Jahreshälfte 2020 mit zwei Reduzierungen des Leitzinses um 25 BP. Noch keine abschließende gemeinschaftliche Linie fanden die Geldpolitiker bezüglich der künftigen Steuerung der Notenbankbilanz.

Ägypten: Die Zentralbank wird ihren Zinskorridor heute vermutlich unverändert bei 15,75-16,75 % belassen. Seitdem die Inflation im April mit 13 % erneut niedriger lag (März: 14,2 %), fordert die Wirtschaft verstärkt ein Ende der anhaltend hohen Zinsen. Infolge bereits im Juni anstehender Subventionskürzungen (v. a. bei Energieträgern), sind Leitzinssenkungen jedoch frühestens im Herbstquartal wahrscheinlich. Auf der Währungsseite ist der US-Dollar gestern erstmals seit März 2017 wieder unter die Marke von 17 EGP gefallen. Händler begründen die jüngste Kursentwicklung vor allem mit einer verstärkten Auslandsnachfrage. Insgesamt hat die Währung seit dem Jahresanfang mehr als 5 % gegenüber dem Greenback zugelegt.


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