EXPERTEN

13:01 | 04.09.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Großbritannien: Bei der Wiederaufnahme des Sitzungsbetriebs nach der Sommerpause im britischen Unterhaus hat sich eine Mehrheit der Abgeordneten (328 zu 301) dafür ausgesprochen, einen Gesetzentwurf zur Diskussion zu stellen, der eine Verschiebung des EU-Austrittstermins bis zum 31.01.2020 vorsieht. Auch 21 Mitglieder der konservativen Partei stellten sich hinter den Antrag der Opposition und sollen nun nach Ansicht der Regierung aus der Partei ausgeschlossen werden. Eine Abstimmung über den Gesetzentwurf soll heute stattfinden. Wird die Vorlage im Unterhaus angenommen, muss auch das Oberhaus („House of Lords“) noch zustimmen, damit das Gesetz in Kraft treten kann. Nach Vorstellung derjenigen, die das Gesetz eingebracht haben, soll dies noch vor der Zwangspause des Unterhauses ab kommender Woche geschehen. Tritt das Gesetz in Kraft, muss der britische Premierminister eine erneute Verlängerung des EU-Austrittstermins bei der EU beantragen und auch einen von der EU vorgeschlagenen alternativen Verschiebungstermin akzeptieren. Ein ungeregelter EU-Austritt zum 31. Oktober wäre damit vom Tisch. Premierminister Johnson kündigte für den Fall einer Annahme des eingebrachten Gesetzentwurfes an, ebenfalls bereits heute über vorgezogene Neuwahlen am 15. Oktober abstimmen zu lassen. Kommt es an diesem Termin zu Neuwahlen und gäbe es dabei eine Mehrheit für die Partei des Premierministers, könnte das Gesetz indes wieder rückgängig gemacht werden und ein „no deal“-Szenario per Ende Oktober wäre wieder auf der Agenda. Das britische Pfund fiel gestern zum US-Dollar zeitweise erstmals seit 2016 wieder unter die Marke von 1,20 USD, stieg im Tagesverlauf jedoch wieder deutlich an.

Italien: Die Mitglieder der Fünf-Sterne-Bewegung haben in einer Onlinebefragung mit knapp 80 % für eine Koalition mit den Sozialdemokraten gestimmt. Heute will Ministerpräsident Conte ein neues Kabinett benennen, welches das ausgearbeitete gemein-same Regierungsprogramm umsetzen soll. Die Rendite 10-jähriger Anleihen fiel auf einen neuen Tiefstand bei nur noch 0,87 %, da vorgezogene Neuwahlen ausbleiben.

China: Der heute vorgelegte Dienstleistungs-PMI übertraf mit 52,1 Punkten (Juli: 51,6) die Erwartungen (51,7 Punkte). Anders als Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe profitieren zahlreiche Dienstleister von einer robusten Inlandsnachfrage infolge von Steuer- und Abgabensenkungen. Weitere fiskal- und geldpolitische Lockerungen von Regierung und Notenbank sind wahrscheinlich, um den Konjunkturverlauf zu stützen.

EXPERTEN

12:20 | 29.07.2019
HSBC T&B – Und sonst?

USA: Wie erwartet hat sich das BIP-Wachstum im 2. Quartal verlangsamt. Dennoch weist die Wachstumsrate mit 2,1 % (ann.) (1. Quartal: 3,1 %) immer noch eine robuste Dynamik aus. Hauptwachstumstreiber war dabei der private Konsum, während die privaten Investitionen einen negativen Wachstumsbeitrag lieferten. Dies lässt darauf schließen, dass der Rückenwind aus den Unternehmenssteuersenkungen des letzten Jahres spürbar nachgelassen hat. Außerdem scheinen die Unsicherheiten durch die internationalen Handelskonflikte die Unternehmen zunehmend zurückhaltender bei Investitionsentscheidungen werden zu lassen.

Mexiko: Politische Unsicherheiten und eine vergleichsweise schwache Auslandsnachfrage belasten seit Monaten die mexikanische Industrie. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere BIP-Prognosen zurückgenommen. Anstelle von 1,5 % erwarten wir im laufenden Jahr nur noch eine BIP-Jahresrate von 0,8 %. Auch für das Jahr 2020 haben wir unsere Prognose von 1,8 % auf 1,4 % abgesenkt. Die schwächere Konjunkturentwicklung sollte zu niedrigeren Renditen mexikanischer Staatsanleihen führen.


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