EXPERTEN

12:12 | 05.09.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Großbritannien: Die britischen Abgeordneten haben gestern mit 327 zu 299 Stimmen einen Gesetzentwurf verabschiedet, der darauf abzielt, einen ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der EU Ende Oktober zu verhindern. Dem Gesetz fehlt aber noch die Zustimmung durch das Oberhaus. Ziel des Gesetzes ist es, den Premierminister dazu zu zwingen, eine Verlängerung der EU-Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs gemäß Artikel 50 zu beantragen und zu akzeptieren, wenn das Parlament nicht bis zum 19. Oktober einem „deal“ oder einem “no deal” Ausgang zugestimmt hat. Ein Antrag des Premierministers Boris Johnsons, Neuwahlen auszurufen, verfehlte indes gestern die nötige 2/3-Mehrheit. Finden Wahlen noch vor Ende Oktober statt, könnte der gestern verabschiedete Gesetzesentwurf wieder rückgängig gemacht werden. Zumindest kurzfristig hat sich die Wahrscheinlichkeit für einen ungeordneten Austritt Großbritannien aus der EU reduziert. So testet der Euro zum britischen Pfund die Marke von 0,90 GBP von oben an. Bei einem Unterschreiten ist mit weiteren Kurszuwächsen für das Pfund zu rechnen.

Handelskonflikt: China und die USA planen, im Oktober wieder Handelsgespräche aufzunehmen. Die Nachricht schürte gestern den Risikoappetit der Anleger. Dies machte sich auch beim japanischen Yen bemerkbar, der nach deutlichen Kursgewinnen in den Vorwochen gestern unter Druck geriert.

Deutschland: Nachdem die Auftragseingänge im Juni einen unerwarteten Rebound erlebten, rechnen wir im Juli mit einem scharfen Rücksetzer um 1,5 % gg. Vm. Der Auftragseingang im Juni war verzerrt durch eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Großaufträgen. Insgesamt zeichnet sich derzeit einer Fortsetzung der industriellen Rezession ab.

EXPERTEN

12:09 | 30.07.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Japan: Die Bank of Japan (BoJ) hat am frühen Morgen sowohl den Leitzins als auch das Ziel für die langfristigen Kapitalmarktzinsen bei -0,10 % bzw. 0,00 % belassen. Gleichzeitig unterstrichen die Notenbanker allerdings im Falle einer weiteren Abschwächung der Konjunktur- und Inflationsdynamik zu weiteren geldpolitischen Lockerungen bereit zu sein. Unklar bleibt indes, welche geldpolitischen Instrumente der BoJ in einem solchen Szenario noch zur Verfügung stehen. Vor diesem Hintergrund legte der Yen zum Euro infolge der Zinsentscheidung sogar leicht zu.

Großbritannien: Zunehmende Sorgen vor einem ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens haben das Pfund belastet und den Euro mit 0,918 GBP auf eine neues Jahreshoch getrieben. Hintergrund waren Aussagen des neuen Außenministers Dominic Raab, der der EU eine „sture“ Haltung in den bisherigen Verhandlungen unterstellte. Wie parallel auch eine Sprecherin von Premierminister Johnson forderte Raab von der EU, dass diese auf die sog. Backstopp-Lösung zur Verhinderung einer harten Grenze zwischen Irland und Nordirland komplett verzichten müsse, damit eine Ratifizierung des Austrittsvertrages möglich wird. Damit verhärten sich aus Sicht der Finanzmärkte die Fronten zwischen der EU und der britischen Regierung, was einen ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens zum 31. Oktober wahrscheinlicher macht.

Rep. Korea: Im Umfeld der bevorstehenden Sitzung der US-Notenbank bewegt sich die Landeswährung Won zum Monatsende gegenüber dem US-Dollar seitwärts unterhalb von 1.185 KRW. Derzeit belasten der Handelsstreit mit Japan und die schwachen Konjunkturdaten die Valuta. Während Marktteilnehmer daher tendenziell USD-Longpositionen bevorzugen, dürften Anleger koreanische Staatsanleihen infolge der wenig dynamischen Renditeänderungen insgesamt neutral beurteilen.


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