KOLUMNEN

16:30 | 06.07.2017
Anleger sollten jetzt auf den Elektroauto-Boom setzen

16 hat sich die Zahl der Elektroautos weltweit auf 2 Millionen Stück verdoppelt. Der Markt ist gegenüber dem Vorjahr also um 100 Prozent gewachsen, wie die IEA jüngst meldete. Doch der Startschuss für eine massenhafte Verbreitung erfolgt erst in diesen heißen Juli-Tagen. Denn Tesla wird nun die ersten Modelle seines Model 3 ausliefern. Mit diesem Zugpferd wollen die US-Amerikaner den Massenmarkt erobern. Die Angst der etablierten Autohersteller vor dem Emporkömmling ist gewaltig. So will BMW so schnell wie möglich einen reiner Elektro-Dreier auf den Markt bringen. Und der schwedische Produzent Volvo plant ab 2019 nur noch elektrisch angetriebene bzw. Hybrid-Vehikel anzubieten.

UBS rechnet die großem Nachfrageanstieg

Wer wie viele Marktanteile in diesem Wachstumsmarkt erobern kann, ist natürlich heute schwer vorauszusagen. Einer aktuellen Studie der UBS zu Folge hat das Wachstum aber massive Auswirkungen auf den Rohstoffmarkt. Wenn bis 2030 nur noch Elektroautos verkauft würden, würde die Nachfrage nach Seltenen Erden um das 6,5fache, bei Nickel immerhin um das Doppelte steigen. Diese Metalle kommen ebenso wie Kobalt und Graphit in den Batterien zum Einsatz. Der große Verlierer eines Substitutionsprozesses wäre Platin; Katalysatoren wären nicht mehr nötig. Als größten Gewinner haben die Schweizer Banker aber Lithium ausgemacht. Dessen Nachfrage würde sich bis 2030 verdreißigfachen.

Nun ist die Annahme, dass in 13 Jahren nur noch Elektroautos auf der Welt herumfahren, etwas zu optimistisch. Aber selbst wenn man unterstellt, dass der Marktanteil auf 25% steigt, würde dies die Nachfrage nach den genannten Metallen erheblich erhöhen. Für Anleger kann es sich daher lohnen, nach attraktiven Lithium-Aktien Ausschau zu halten. Allein in einem Tesla S stecken 51 Kilogramm des Metalls. Schon 2016 landete etwa 40% der weltweiten Lithium-Produktion in Batterien.

Attraktives Projekt im „Lithium-Triangle“

Wer auf diesen Boom setzen will, braucht Unternehmen, die zügig in die Produktion gehen können. LiCo Energy Metals (WKN: A2ASW5) hat sich beispielsweise ein attraktives Explorationsgebiet im sogenannten Lithium-Triangle in Chile gesichert. Das 160 Hektar umfassende Purickute-Projekt liegt in direkter Nachbarschaft zu den bereits produzierenden Minen der Bergbauriesen Albemarle und SQM an der sogenannten Salar de Atacama, der „Salzstelle von Atacama“. Hier existieren nahezu perfekte Bedingungen. So könnte LiCo das Lithium wie die beiden Nachbarkonzerne direkt an der Oberfläche abbauen, was günstige Produktionskosten verspricht. Vor Ort findet sich zudem eine gute Infrastruktur mit qualifizierten Arbeitskräften, Wasser, Strom und Straßenzugang.

Mining-Legende Melrose an Bord

Wichtiger aber noch ist, dass LiCo bereits die Lizenz zum Abbau besitzt. Man selbst sieht sich daher als „near to production“, sprich: man stehe vor der Produktionsaufnahme. Interessant an dem Unternehmen sind die Personen dahinter. So ist Mining-Legende Dwayne Melrose mit an Bord, der in seiner Karriere schon drei Projekte bis zum Minenbau vorangetrieben hat. Unter ihm als CEO wurde beispielsweise True Gold Mining binnen drei Jahren von einem Explorer zu einem Produzenten. Mehr Reputation geht im Bergbau-Geschäft nicht. Die LiCo-Aktie ist trotz dieser vielen Pluspunkte ein spekulatives Investment. Da derzeit ein neues Büro in Santiago eröffnet wurde, dürfte es in den nächsten Wochen jede Menge positiven Newsflow von dem Unternehmen geben. Das könnte für risikobereite Anleger die Chance bieten, auf aktuellem Niveau günstig einzusteigen.

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