KOLUMNEN

11:00 | 27.03.2018
Es gibt genug Lithium, aber…

Der erste Hype im Lithium-Business ist vorbei. Nun kommt es darauf an, die richtigen Unternehmen und Aktien auszuwählen. Denn wer bald schon in Produktion geht, kann sich einen Teil des Marktes sichern. Wer aber zu spät kommt, den bestraft die Börse.

Langfristig gibt es keinen Versorgungsengpass

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) spricht von Versorgungsengpässen und auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erwartet, dass die Lithiumversorgung für die aufkommende Elektroautoindustrie derzeit auf tönernen Füßen steht. Denn die Nachfrage steigt schneller als das Angebot. Den nächsten Knall könnte China auslösen, denn in der Volksrepublik tritt ab dem kommenden Jahr eine Elektro- und Hybridautoquote in Kraft. Nach dem der größte Elektroautomarkt der Welt in den vergangenen Jahren bereits jeweils um mehr als 100 Prozent gewachsen ist, dürfte das den nächsten Schub für die Stromer auslösen. Dementsprechend hatten sich die Aktie von Lithiumproduzenten und -explorern in den vergangenen zwei Jahren gut entwickelt. Der Lithiumpreis selbst hat sich seit 2014 vervielfacht.

Chile-Deal drückt auf die Aktienkurse

Doch nun wir den Anlegern klar, dass es möglicherweise nicht immer so weitergehen kann. Denn prinzipiell gibt es genug Lithium auf der Welt. Langfristig wird man auch die steigende Nachfrage aus der Autoindustrie bedienen können. Die Aktien der drei größten Produzenten der Welt – SQM aus Chile, Albemarle aus den USA und sie australische Orocobre – haben seit Jahresanfang etwa 30 Prozent an Wert verloren. Der Grund dafür war eine Vereinbarung von SQM mit der chilenischen Regierung, die eine kräftige Ausweitung der Produktion bis 2025 vorsieht. Doch, und jetzt kommt das aber: das alles wird seine Zeit brauchen. Dementsprechend können Anleger in den nächsten fünf Jahren sicherlich noch genug Geld in diesem Markt verdienen, wenn sie auf die richtigen Pferde, sprich Aktien setzen.

Latin Resources will spätestens 2020 Lithium fördern

Somit scheint klar, dass junge Lithium-Explorer wahrscheinlich zu spät kommen. Wer noch viele Jahre braucht, um sein Lithium aus dem Boden zu holen, wird diesen Wettlauf verlieren. Die größten Gewinner sind neben den drei großen Produzenten vor allem weit fortgeschrittene Explorationsgesellschaften, die bis 2020 oder 2021 die Produktion aufnehmen können. Hierzu zählt auch Latin Resources (0,006 Euro; WKN: A1C35K). Die Australier haben sich eines der größten Landpakete für Lithium und Kobalt in Argentinien gesichert. Besonders weit fortgeschritten ist man mit dem Projekt San Luis. Dort wurden bereits die ersten Bohrarbeiten abgeschlossen, derzeit läuft ein zweites Bohrprogramm. Unternehmenslenker Chris Gale kündigte am Rande der PDAC, der größten Rohstoffmesse der Welt in Toronto, an, binnen sechs Monaten eine JORC-Ressource für San Luis vorzulegen. Kurz darauf soll es bereits eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, die sogenannte PFS geben. Diese würde Investoren dann erstmals einen Blick in die Wirtschaftlichkeit des Projekts erlauben. Im Frühling 2019 sollen dann die Vorbereitungen für den Produktionsbeginn beginnen, um spätestens 2020 Lithium zu fördern.

Ziel: „Unterbewertung“ abbauen

Für Chris Gale scheint der Pfad für die nächsten 18 Monate also abgesteckt. Für seine Gesellschaft geht es nun darum, auch an der Börse an die großen Gesellschaften anzuschließen. Denn Latin Resources kommt derzeit auf einen Börsenwert von rund 25 Mio. australischen Dollar. Gale zieht den Vergleich mit anderen australischen Lithium-Explorern, die eine JORC-Ressource aufweisen. Sie werden zumeist jenseits der 500 Mio. Dollar-Marke bewertet, so der Managing Director. Insofern besteht hier reichlich Potenzial für spekulativ orientierte Anleger. Wenn Latin Resources seinen „Plan“ erfolgreich abarbeitet, bietet die Aktie hohe Chancen.

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