KOLUMNEN

14:42 | 11.05.2017
Nicht nur Gold ist reif fürs Comeback

Der Goldpreis ist in der ersten Aprilhälfte bis fast auf 1300 US-Dollar je Unze gestiegen. Der Anstieg wurde vor allem auf die politischen Unsicherheiten zurückgeführt. Doch die scheinen jetzt raus aus dem Markt zu sein, nachdem Emmanuel Macron die Präsidentschaftswahlen in Frankreich gewonnen hat. Schließlich wurde nichts anderes als das Ende der EU und der Euro befürchtet, falls sich die Gegenkandidatin Marine Le Pen durchgesetzt hätte.

Doch mitnichten! Denn die Phase der Unsicherheit dürfte jetzt erst beginnen. Zum einen droht im Mai der saisonale Sell-Out am Aktienmarkt. „Sell in may and go away“ hat sich schon oft bewahrheitet. Dieses Mal allerdings spricht vieles dafür, dass es auch so kommt. Die Märkte sind ziemlich sorglos und trotz Rekordständen bei DAX, Dow und Co. werden in Massenmedien derzeit laufend Artikel veröffentlicht, warum man trotzdem noch einsteigen sollte. Das ist ein echtes Warnsignal und typisch für das Ende einer Hausse. Daneben existieren noch eine ganze Reihe von Krisenherden, sei es politischer Natur (Syrien, Nordkorea), das Problem der riesigen US-Schulden und – was gerne vergessen wird – der zunehmende Aufbau von Handelshemmnissen. Hier hat Trump mit der kanadischen Holzindustrie ein erstes Exempel statuiert. Gold dürfte ein Profiteur in diesem Umfeld sein.

Der Goldpreis ist in den vergangenen Wochen kräftig zurückgekommen. Aktuell findet die Bodenbildung im Bereich 1.220 bis 1.230 US-Dollar je Unze statt. Das ist eine gute Gelegenheit, seine Goldposition aufzustocken. Daneben aber bieten sich Anlegern die Möglichkeit, mit Explorationsunternehmen ein bisschen mehr Würze ins Depot zu bringen. Aktien von Goldexplorern entwickeln sich oft wie ein Hebel zum Goldpreis. Fällt der, werden Gewinne mitgenommen; steigt die Notiz, dann geht es rasant aufwärts.

Eine ähnliche Entwicklung gab es beispielsweise bei Nexus Gold. Noch im Januar notierte die Aktie in Frankfurt unter 10 Eurocent. In Folge von guten Bohrdaten explodierte das Papier förmlich und kostete in der Spitze etwa das dreifache. Wer binnen weniger Monate mit 200% oder 300% vorn liegt, nimmt aber gerne mal Gewinne mit. Davon ist ja noch kein Anleger arm geworden. Und so kam die Aktie deutlich zurück und notiert aktuell rund 50% unter dem Jahreshoch. Das ist eine neue Gelegenheit zum Einstieg, zumal sich hier ein Boden zu bilden scheint und sich an der operativen Situation des Unternehmens nichts verändert hat.

Nexus Gold ist in Burkina Faso aktiv und hat sich dort Bohrlizenzen für zwei Projekte gesichert. Das westafrikanische Land zieht derzeit jede Menge Investitionen aus dem Mining-Business an. Und das hat seinen Grund: Inzwischen gibt es ein halbes Dutzend Goldminen im Land, dazu kommt ein weiteres dutzend an Explorationsprojekten von kanadischen Gesellschaften, die ebenso wie Russen und Chinesen vor Ort von den angenehmen geologischen Bedingungen profitieren wollen. Die quer durchs Land verlaufende Oberguineaschwelle hat sich als wahre Goldader herausgestellt.

Nexus Gold kommt dabei eines zu Gute. Mit dem Chefgeologen Warren Rob sicherte man sich einen der wenigen Fachleute in der Region. Er hatte zuvor bei der Konkurrenz von Roxgold gearbeitet, die inzwischen eine Goldmine am Laufen haben. Seit Inbetriebnahme hat sich deren Aktienkurs verdreifacht. Und das geschah im Januar dann auch mit Nexus. Denn damals legte das Unternehmen starke Bohrergebnisse für seine 187 Quadratkilometer große Liegenschaft Niangouela vor. Sie liegt etwa 85 Kilometer nördlich der Hauptstadt Quagadougou. Die besten Samples wiesen bis zu 18 Gramm Gold je Tonne Gestein auf, spätere Bohrungen kamen gar auf mehr als 26 Gramm Gold je Tonne. Das sind Topwerte in der Branche. Fachleute waren begeistert, insbesondere, weil vier der acht Bohrkerne mit dem Auge sichtbares Gold aufwiesen.

Aktuell wird das erste Bohrprogramm auf Niangouela abgeschlossen. Hier dürfte es also in den nächsten Wochen einen stetigen Newsflow geben. Und das ist bekanntlich genau der Zündstoff, den Goldexplorer zum Abheben brauchen. Aktuell kommt das Unternehmen übrigens auf einen Börsenwert von knapp 15 Mio. Euro. Die Nexus-Aktie ist sicherlich nichts für Börsenanfänger, aber wer bereits etwas Erfahrung am Aktienmarkt hat, kann hier mit einer kleinen Position auf gute Bohrergebnisse und einen steigenden Goldpreis setzen. Nach unten scheint der Wert aktuell abgesichert zu sein, nach oben ist vieles möglich, wie die Drangperiode zu Jahresbeginn zeigte.

 

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