AGENTURMELDUNGEN

20:47 | 02.06.2013
dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN – Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

ROUNDUP/Dumping-Streit: China eröffnet weiteres Verfahren gegen EU

PEKING – Der Handelsstreit zwischen China und der Europäischen Union spitzt
sich weiter zu. Kurz vor der Entscheidung in Brüssel über vorläufige Strafzölle
auf Solar-Importe aus China am Mittwoch (5.6.) kündigte das chinesische
Handelsministerium ein Anti-Dumping-Verfahren gegen spezielle Chemie-Importe aus
der EU und den USA an. Die Einfuhr des Lösungsmittels Tetrachlorethen werde
untersucht, schrieb die Behörde in einer knappen Mitteilung am Freitag auf ihrer
Internetseite. Zwei chinesische Chemiefirmen hätten bereits Ende April einen
Antrag auf ein Verfahren gegen die Chemieimporte gestellt, berichtete das
Nachrichtenportal China News Service. Der Verdacht: Aufgrund von staatlicher
Unterstützung könnten Firmen ihre Produkte unter Wert verkaufen. Vom Sprecher
von EU-Handelskommissar Karel De Gucht hieß es dazu am Wochenende nur: “Kein
Kommentar.”

ROUNDUP 3/Regressforderungen nach ‘Euro Hawk’-Pleite – Panzerwagen-Kauf auf Eis

BERLIN – Nach dem Stopp des Drohnenprojekts “Euro Hawk” verlangen Abgeordnete
von Koalition und Opposition Regress von den Herstellern. “Es kann nicht sein,
dass wir zahlen und das Flugzeug wird nicht zugelassen. Kein vernünftiger Mensch
kauft etwas, das nicht zugelassen ist”, sagte der FDP-Haushaltspolitiker Jürgen
Koppelin der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” (“FAS”). Inzwischen rückt
ein weiteres ins Stocken geratenes Millionenprojekt des Verteidigungsministerium
s in den Fokus. Der geplante Erwerb von 176 gepanzerten Fahrzeugen vom Typ
“Eagle V” für rund 109 Millionen Euro liegt teilweise auf Eis.

ROUNDUP/Magazin: Eon prüft Kündigung von Gasverträgen mit Gazprom

DÜSSELDORF – Der Energieriese Eon will nach einem Bericht der
“WirtschaftsWoche” Teile seines Geschäfts auf den Prüfstand stellen.
Deutschlands größter Energiekonzern erwäge, die teilweise über 10 und 20 Jahre
laufenden Gaslieferverträge mit dem russischen Energieriesen Gazprom
vollständig zu kündigen, berichtete das Magazin unter Berufung auf
Konzernkreise. Ein Eon-Sprecher sagte dazu auf dpa-Anfrage in Düsseldorf, der
Energieversorger werde “als Teil seines diversifizierten Gas-Bezugs auch
weiterhin auf wettbewerbsfähige Lieferungen aus Russland setzten.”

Merck-Medikament Erbitux schneidet in Studie besser ab als Avastin von Roche

CHICAGO – Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck
kann mit seinem Krebsmittel Erbitux einen Erfolg verbuchen. In einem
Vergleichstest mit dem Krebsmittel Avastin, das von dem Schweizer Pharmakonzern
Roche hergestellt wird, hat Erbitux besser abgeschnitten.
Dies geht aus einer Studie hervor, die auf der Krebsforscher-Tagung der
“American Society of Clinical Oncology” (Asco) in Chicago präsentiert wurde. Den
am Samstag veröffentlichten Studienergebnissen zufolge, konnte Erbitux im
Vergleich mit Avastin das Leben von Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs um
fast vier Monate verlängern.

Bayer erneut mit positiven Studiendaten für Nexavar bei Schilddrüsenkrebs

BERLIN – Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat erneut positive
Daten für sein Medikament Nexavar bei Schilddrüsenkrebs vorgelegt. Bei einer
Phase-III-Studie habe das Medikament das Überleben signifikant verlängert,
teilte Bayer am Sonntag in Berlin mit. Bayer stellt die Daten zu Studie heute
auf dem 49. Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in
Chicago vor.

IVG muss Schulden um 1,75 Milliarden Euro drücken – Hauptversammlung verschoben

BONN – Die Gläubiger des um das Überleben kämpfenden Immobilienkonzerns IVG
müssen sich auf harte Einschnitte einstellen. Die Schulden müssen in
den kommenden Wochen um bis zu 1,75 Milliarden Euro oder rund 40 Prozent gesenkt
werden, teilte IVG am späten Freitagabend in Bonn mit. Erst dann wäre der
Verschuldungsgrad wieder auf ein marktübliches Niveau gesunken. Das tief in den
roten Zahlen steckende Unternehmen, das sich vor allem mit dem Prestigeobjekt
“The Squaire” am Frankfurter Flughafen verhoben hat, steht dabei unter
Zeitdruck.

Roche verbucht Erfolg mit Medikament Avastin bei Gebärmutterhalskrebs

CHICAGO – Das Medikament Avastin gegen Gebärmutterhalskrebs hat in einer
unabhängigen Studie seine Wirkung bewiesen. Avastin in Kombination mit einer
Chemotherapie habe das Überleben bei Frauen mit fortgeschrittenem
Gebärmutterhalskrebs verlängert im Vergleich zu einer Chemotherapie ohne Zugabe
des Mittels, teilte Roche am Sonntag auf der
Krebsforscher-Tagung der “American Society of Clinical Oncology” (Asco) in
Chicago mit. Die Studie wurde vom amerikanischen National Cancer Institute (NCI)
gefördert und von der Gynecologic Oncology Group (GOG) durchgeführt.

Roche: Nur Teilerfolg bei Avastin bei Hirntumor – Kein längeres Gesamtüberleben

BASEL – Der Basler Pharmakonzern Roche hat am Sonntag
Studiendaten zu seinem Medikament Avastin bei der Behandlung von Hirntumor
präsentiert. Die Resultate bestätigten, dass Patienten mit Avastin plus
Strahlentherapie und Chemotherapie von einer signifikanten Verbesserung des
progressionsfreien Überlebens profitiert hätten. Das Gesamtüberleben wurde in
der Studie aber nicht signifikant verlängert.

Novartis stellt positive Studie zu Afinitor bei Brustkrebs vor

BASEL – Der Pharmakonzern Novartis hat am jährlichen
Treffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) erfolgreiche
Studiendaten zu seinem Medikament Afinitor zur Behandlung von Brustkrebs
präsentiert. Die Studiendaten zeigten, dass die Verabreichung von Afinitor
(Everolimus) in Kombination mit Herceptin (Trastuzumab) und Vinorelbine die
Überlebenszeit der betroffenen Frauen deutlich verlängert habe, teilte Novartis
am Sonntag mit. Das Unternehmen hatte die Studienergebnisse bereits Ende Mai
angekündigt.

Pharmakonzern Roche bietet Rabatt für Krebsmittel an

BERLIN – Der Schweizer Pharmakonzern Roche schaltet sich in
die Diskussion über womöglich überteuerte Krebsmittel mit einem umstrittenen
Rabattangebot ein. Das Unternehmen biete allen Krankenkassen in Deutschland an,
die Therapiekosten für das Medikament „Avastin“ ab einer bestimmten
Verbrauchsmenge pro Patient und Jahr und zu erstatten, sagte Hagen Pfundner, der
Vorstandschef der Roche Pharma AG, der “Welt” (Montag). Experten kritisierten
solche Hersteller-Nachlässe.

Softbank erhält bei Sprint-Angebot Rückendeckung von Investoren-Beratung

TOKIO – Der japanische Internet- und Mobilfunkanbieter Softbank hat für
seine Übernahmeofferte für Sprint Nextel von einer
einflussreichen Investoren-Beratung Unterstützung erhalten. Die Aktionäre von
Sprint sollten das Softbank-Angebot annehmen, teilte der Institutional
Shareholder Services (ISS) am Samstag mit. Zum höheren Gegenangebot des
Satelliten-TV-Anbieter Dish äußerte sich ISS nicht, da dies den Aktionären noch
nicht vorliege.

Nestle-Chef: ‘Wir verteidigen unsere Rechte’

BERN – Nestle gibt im Kampf um ihr Kapselsystem
Nespresso nicht auf: Auch nach dem Urteil des St. Galler Handelsgerichts, wonach
Denner seine für die Nespresso-Maschinen kompatiblen Kaffeekapseln weiterhin
verkaufen kann, will der Nahrungsmittelhersteller für seine Rechte einstehen.
“Wenn wir Geld investieren, verteidigen wir unsere Rechte”, sagte Nestlé-Chef
Paul Bulcke im Interview mit dem “SonntagsBlick”.

‘Focus’: Finanztransaktionssteuer kommt nicht zum 1. Januar 2014

BERLIN/BRÜSSEL – Die geplante Finanztransaktionssteuer (FTT) kann
möglicherweise nicht am 1. Januar 2014 in Kraft treten. Der Termin sei definitiv
nicht mehr zu halten, berichtet das Magazin “Focus”. Bislang wollen elf
EU-Länder die Steuer einführen. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte dazu am
Samstag: “Es hängt davon ab, wie schnell die Mitgliedsländer Fortschritte bei
ihren Verhandlungen erzielen. 2014 ist absolut machbar, der 1. Januar erscheint
derzeit aber eine Herausforderung.” Ein Sprecher von Finanzminister Wolfgang
Schäuble (CDU) betonte, die Bundesregierung dringe weiter auf zügige
Verhandlungen und einen möglichst schnellen Abschluss. Bei den Gesprächen
handele es sich aber um eine komplexen Prozess. Deshalb habe das Ministerium
Einnahmen aus der FTT auch nicht in die Eckwerte für den Haushalt 2014
aufgenommen.

Boeing-‘Dreamliner’ nehmen regulären Betrieb in Japan auf

TOKIO – Nach monatelanger Zwangspause wegen defekter Batterien fliegen die
ersten “Dreamliner” in Japan wieder nach Plan. Die Fluggesellschaften All Nippon
Airways (ANA) (ANA) und Japan Airlines (JAL)
nahmen am Samstag den regulären Betrieb mit den Boeing
787-Maschinen auf. ANA hatte bereits in der vergangenen Woche fünf provisorische
Flüge gestartet.

Tui-Chef Joussen: Es geht um Fortbestand der TUI

FRANKFURT/HANNOVER – Der neue Tui -Chef Friedrich Joussen will mit
dem jüngst angekündigten Sparprogramm “OneTui” den Erhalt des Reisekonzerns
sicherstellen. “Es geht hier um nicht weniger als die Daseinsberechtigung und
damit den Fortbestand der TUI AG”, sagte Joussen der “Frankfurter Allgemeinen
Zeitung” (Samstag). Zwar seien die Maßnahmen insbesondere in der Zentrale in
Hannover ein “harter Einschnitt”, so Joussen. “Aber wir müssen diesen Weg gehen.
In der Zentrale verlieren wir Jahr für Jahr 100 Millionen Euro, unter anderem
durch unsere Kostenstruktur. Das kann und darf nicht so weitergehen”, fügte der
Chef von Europas größtem Reisekonzern hinzu.

Tui-Betriebsrat Jakobi kritisiert Managementfehler

FRANKFURT/HANNOVER – Tui -Konzernbetriebsratschef Frank Jakobi hat
Fehler der früheren Konzernleitung für anstehende Sparmaßnahmen verantwortlich
gemacht. “Die Kostenprobleme in Hannover beruhen auf früheren
Managementfehlern”, sagte Jakobi am Samstag der Nachrichtenagentur dpa mit Blick
auf die geplanten Stellenstreichungen in der Tui-Zentrale. So seien
Kernkompetenzen wie der IT-Bereich schon vor Jahren zu Tui Travel
nach Großbritannien gegangen. Jakobi wandte sich aber auch an die
Adresse des neuen Tui-Chefs Friedrich Joussen: “Uns stellt sich die Frage, wo
das Management bei den eigenen Bezügen sparen will. Auch wünschen wir uns eine
angemessenere Beteiligung der Beschäftigten am zukünftigen Erfolg.”

Google verbietet Gesichtserkennungs-Apps für seine Datenbrille

NEW YORK – Google wird auf seiner Computer-Brille
Glass zumindest vorerst keine Apps mit Gesichtserkennungs-Funktion zulassen. Der
Internet-Konzern nahm ein ausdrückliches Verbot in die Regeln für
Software-Entwickler auf. Google werde keine Gesichtserkennung zu seinen
Produkten hinzufügen, bevor der Schutz der Privatsphäre gesichert sei, betonte
das Unternehmen in der Nacht zum Samstag.

Neuer Heraeus-Chef rechnet mit schwierigem Geschäftsjahr

HANAU – Der Hanauer Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus erwartet ein
weiteres schwieriges Geschäftsjahr. “Kurzfristig müssen wir mit der unsicheren
ökonomischen Gesamtsituation, mit der Heraeus im Jahr 2012 konfrontiert war,
auch im Geschäftsjahr 2013 umgehen. Das unterstreichen die Ergebnisse des ersten
Quartals”, sagte der neue Heraeus-Chef Jan Rinnert der Nachrichtenagentur dpa zu
seinem Amtsantritt. Er ist in der Heraeus-Holding Nachfolger von Frank
Heinricht, der in den Vorstandsvorsitz des Mainzer Spezialglasherstellers Schott
wechselt. Rinnert deutete weitere Maßnahmen an, um den Erfolg des Unternehmens
zu sichern.

Presse: Steuerstreit mit USA – Schweizer Banken haben 120 Tage Zeit für Einigung

ZÜRICH – Die Schweizer Banken haben einem Bericht der “NZZ am Sonntag”
zufolge lediglich 120 Tage Zeit zur Bereinigung ihrer Altlasten mit den
US-Behörden. Bis dann müssten die beteiligten Banken die geforderten Daten
erfasst und übermittelt sowie eine Strafzahlung ausgehandelt haben, schreibt die
Zeitung unter Berufung auf “zuverlässige Quellen”.

Mittelständische Busfirmen wollen bei Fernlinien dabei sein

BERLIN – Der gerade geöffnete Fernlinien-Markt sollte aus Sicht der
Busbranche nicht nur zwischen wenigen Großanbietern aufgeteilt werden. “Der
Mittelstand darf nicht unter die Räder kommen”, sagte die Hauptgeschäftsführerin
des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer, Christiane Leonard, der
Nachrichtenagentur dpa. Es sei erfreulich, dass sich der Markt seit der
weitgehenden Liberalisierung zu Jahresbeginn dynamisch entwickelt habe. “Nach
den Ankündigungen von Post, ADAC und National Express müssen wir aber aufpassen,
dass sich nicht Oligopole bilden”, betonte der Verband, der nach eigenen Angaben
die Interessen von 3000 mittelständischen Busfirmen vertritt.

/stk


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