AGENTURMELDUNGEN

9:11 | 09.07.2020
OTS: Immowelt AG / Keine Corona-Atempause für Mieter: Angebotspreise steigen …

Keine Corona-Atempause für Mieter: Angebotspreise steigen im 1.
Halbjahr in drei Viertel der Großstädte weiter
Nürnberg (ots) – Ein Vorjahresvergleich der Angebotsmieten im 1. Halbjahr 2020
für Wohnungen (40 bis 120 m²) in 80 deutschen Großstädten zeigt:

– Mietpreise steigen in drei Viertel der untersuchten Großstädte: Höchste
Zuwächse in Offenbach und Reutlingen (je +10 Prozent)
– Auch Metropolen verteuern sich weiter: Quadratmeterpreis klettert in Köln auf
11,10 Euro (+5 Prozent), in Hamburg auf 12,10 Euro (+3 Prozent), in München
auf 18,80 Euro (+2 Prozent)
– In Berlin steigt der Quadratmeterpreis inklusive nicht regulierten Neubauten
auf 12,20 Euro (+4 Prozent), Preisanpassung in Potsdam mit 9 Prozent Rückgang
auf 10 Euro
– Entspannung in Unistädten: Erlangen (-2 Prozent), Ulm (-3 Prozent), Heidelberg
(-4 Prozent) sowie Münster und Freiburg (je -5 Prozent)

Die Corona-Krise verschafft dem Mietmarkt in Deutschland keine Verschnaufpause –
im Gegenteil: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 steigen die
Angebotsmieten in 61 von 80 untersuchten Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern
weiter – in 10 Städten bleiben sie stabil. Das zeigt eine Analyse von immowelt,
in der die Median-Preise für Wohnungen mit 40 bis 120 Quadratmetern untersucht
wurden. Betrachtet wurde das 1. Halbjahr des Jahres 2020 und der
Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die größten Zuwächse verzeichnen Offenbach und
Reutlingen (jeweils +10 Prozent).

“Das Wachstum der Angebotsmieten hat sich in vielen deutschen Großstädten zwar
bereits im vergangenen Jahr verlangsamt, eine generelle Trendwende ist
allerdings nicht zu erkennen”, sagt Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO von
immowelt. “Lediglich dort, wo in der Vergangenheit extreme Anstiege stattfanden,
lassen sich nun leichte Preiskorrekturen erkennen. In kleineren
Universitätsstädten, wo derzeit wegen der Corona-Pandemie die neuen Studenten
ausbleiben, entspannt sich der Mietmarkt jedoch etwas.”

Weitere Anstiege in Metropolen und Städten in der Nähe

In den deutschen Millionenstädten steigen die Preise im ersten Halbjahr 2020
weiter: In Köln werden bei Neuvermietungen mit 11,10 Euro im Median 5 Prozent
mehr pro Quadratmeter verlangt als im Vorjahr. In Hamburg müssen Mieter bei der
Wohnungssuche im Median mit 12,10 Euro für den Quadratmeter kalkulieren (+3
Prozent). Sogar in München, der teuersten Stadt Deutschlands, klettert das
Preisniveau im ersten Halbjahr weiter: um 2 Prozent auf 18,80 Euro.

Die mitunter größten Preiszuwächse gibt es in Städten, die in der Nähe von
großen und hochpreisigen Wirtschaftszentren liegen. Das Preisniveau in diesen
klassischen Pendlerwohnorten zieht zwar an, ist aber weiterhin unter dem in den
nahe gelegenen Großstädten. In Offenbach schnellen die Angebotsmieten um 10
Prozent auf 11,10 Euro, bleiben aber trotzdem unter den 14,50 Euro (+4 Prozent)
im benachbarten Frankfurt am Main. In Reutlingen steigt das Niveau auf 10,20
Euro, ist aber trotz 10 Prozent Zuwachs günstiger als das rund 40 Kilometer
nördlich gelegene Stuttgart mit 13,40 Euro (+3 Prozent). In Augsburg bei München
werden bei Neuvermietungen im Median derzeit 10,60 Euro verlangt – 6 Prozent
mehr als im 1. Halbjahr 2019.

Berlin: Steigende Preise in der Stadt, fallende in Potsdam

Ein Sonderfall ist Berlin: In der Hauptstadt gilt zwar derzeit der Mietendeckel,
trotzdem steigt der Medianpreis um 4 Prozent auf 12,20 Euro. Darin enthalten
sind jedoch auch die Angebotsmieten von Neubauten mit einem Baujahr ab 2014, die
nicht von der Regulierung betroffen sind. Deren Preisniveau steigt umso stärker,
wie eine detaillierte immowelt Analyse des Berliner Immobilienmarkts (https://ww
w.immowelt-group.com/presse/pressemitteilungenkontakt/immoweltde/2020/mietendeck
el-spaltet-berliner-markt-bestandsmieten-sinken-um-bis-zu-18-prozent-neubauten-s
teigen-um-17-prozent/) zeigt. In Potsdam hingegen, rund 30 Kilometer vor den
Toren Berlins, sinkt der Preis von 11 auf 10 Euro – mit 9 Prozent der größte
Rückgang der Untersuchung. Nach zuletzt starken Anstiegen, die die Mieten in der
brandenburgischen Landeshauptstadt stellenweise auf das Niveau von Berlin hoben,
folgt dort bereits seit Ende 2019 eine Preiskorrektur.

Preisrückgänge in kleineren Universitätsstädten

Eine moderate Entlastung des Wohnungsmarktes stellt sich in Universitätsstädten
ein. Wo eine Hochschule in der Vergangenheit für beständigen Zuzug von neuen
Studenten sorgte, stiegen vielerorts die Median-Preise auf teils über 10 Euro
pro Quadratmeter an. Derzeit scheint damit die Grenze erreicht: In Erlangen
sinkt der Preis auf 10,70 Euro (-2 Prozent), in Ulm auf 10 Euro (-3 Prozent) und
in Heidelberg auf 11,10 Euro (-4 Prozent). Um jeweils 5 Prozent gehen die Mieten
in Münster auf 10 Euro und in Freiburg auf 11,90 Euro zurück. Dass die
Hochschulen größtenteils auf Online-Lehrbetrieb umgestellt haben, und daher
beispielsweise weniger Studienanfänger neue Wohnungen suchen, wirkt sich
anscheinend bereits auf den Mietmarkt in Städten aus, die traditionell einen
hohen Anteil an Studierenden aufweisen.

Im bundesweiten Vergleich können Mieter in ostdeutschen Großstädten weiterhin
recht günstigen Wohnraum finden – trotz stabil steigender Angebotsmieten: In
Dresden wächst der Quadratmeterpreis im Median um 3 Prozent auf 7,70 Euro.
Leipzig erreicht nach einem Anstieg von 4 Prozent die Marke von 7 Euro.

Ausführliche Ergebnistabellen zu den 80 untersuchen Städten stehen hier zum
Download bereit. (https://content.cdn.immowelt.com/iw_group/Redaktion/Pressemitt
eilungen/2020/2020_07_09_Tabellen_Miete_Jahresvergleich.pdf?v=1594200033)

Ein druckfähiges Foto von Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO von immowelt, steht
hier zur Verfügung. (https://www.immowelt-group.com/presse/bilder-und-logos/)

Berechnungsgrundlage:

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise waren auf immowelt.de inserierte
Angebote. Dabei wurden ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt
nachgefragt wurden. Die Preise geben den Median der jeweils in den Monaten
Januar bis Juni 2019 und 2020 angebotenen Wohnungen (40 bis 120 Quadratmeter)
wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Bei den Mietpreisen
handelt es sich um Nettokaltmieten bei Neuvermietung.

Pressekontakt:

immowelt AG
Nordostpark 3-5
90411 Nürnberg

Barbara Schmid
+49 (0)911/520 25-808
presse@immowelt.de http://www.twitter.com/immowelt
http://www.facebook.com/immowelt

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/24964/4647123
OTS: Immowelt AG


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