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12:12 | 27.02.2020
ROUNDUP: DZ Bank kratzt unter neuer Führung an Rekordgewinn

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Doppelspitze der DZ Bank hat in ihrem ersten Jahr den Rekordgewinn von 2014 nur knapp verpasst. Nach dem zweitbesten Ergebnis der Unternehmensgeschichte dämpfte das seit Januar 2019 amtierende Führungsduo Cornelius Riese/Uwe Fröhlich jedoch die Erwartungen an das genossenschaftliche Spitzeninstitut.

Zwar sei auch 2020 gut angelaufen, sagte Co-Chef Riese am Donnerstag in Frankfurt. Allerdings atme “das Ergebnis der DZ Bank als große Kapitalsammelstelle (…) in besonderem Maße mit der Entwicklung an den Märkten”. Angesichts konjunktureller Risiken rechne der Vorstand im laufenden Jahr eher mit einem Vorsteuergewinn am unteren Ende einer Spanne von 1,5 Milliarden bis 2 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr verdoppelte sich der Vorsteuergewinn zum Vorjahr (1,37 Mrd Euro) fast auf gut 2,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich standen rund 1,9 Milliarden Euro Überschuss – mehr als doppelt so viel wie 2018 (918 Mio Euro). Im Rekordjahr 2014 hatte die DZ Bank vor Steuern rund 2,9 Milliarden Euro und nach Steuern rund 2,16 Milliarden Euro verdient.

“Unser Ergebnis hat in der erreichten Höhe vom Rückenwind der Kapitalmärkte profitiert, fußt aber insbesondere auf einem erfolgreichen operativen Geschäft in allen Einheiten unserer Gruppe”, bilanzierte Riese. Zudem profitierte die Gruppe vor allem von zwei Sondereffekten: Das Staatsanleihen-Portfolio der DZ HYP entwickelte sich positiv ebenso wie Kapitalanlagen der R+V Versicherung. Beides steuerte in Summe fast 800 Millionen Euro bei. Riese betonte, selbst wenn man dies herausrechne, liege das Vorsteuerergebnis 2019 am oberen Ende der Spanne von 1,5 Milliarden bis 2 Milliarden Euro.

Fortschritte machte die DZ Bank bei der Zerlegung ihrer von der Schiffskrise gebeutelten Tochter DVB. Als bislang letzter Schritt wurde im November der Verkauf des Flugzeugkreditbestandes des Transportfinanzierers an die japanische Großbank MUFG besiegelt. Das noch verbleibende DVB-Kreditvolumen von 7,4 Milliarden Euro – vor allem Schiffskredite – soll ebenfalls abgewickelt werden. Das werde voraussichtlich aber noch zwei bis vier Jahre dauern, sagte Riese.

“Wir haben alle Voraussetzungen, um auch in einem herausfordernden Umfeld weiter zu wachsen”, sagte Co-Chef Fröhlich. “Dabei wird es mehr denn je darauf ankommen, die Zusammenarbeit innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe auch im Kundengeschäft weiter zu vertiefen und das Leistungsangebot noch besser zu verzahnen.”/ben/DP/jha


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