AGENTURMELDUNGEN

6:28 | 17.09.2020
Umfrage: Viele Firmen wollen verstärkten Einsatz digitaler Mittel

BERLIN (dpa-AFX) – Zwei Drittel der Mittelständler planen einer Umfrage zufolge nach der Corona-Krise einen verstärkten Einsatz digitaler Methoden wie Videokonferenzen. Mehr als die Hälfte will Homeoffice auch nach der Krise teilweise anbieten. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft.

Die Firmen stellen sich außerdem auf eine schwierige Zukunft ein: Fast die Hälfte der befragten Firmen gaben an, sie bewerteten die gesamtwirtschaftlichen Konjunkturaussichten mit eher schwach und schwach. 38 Prozent sagten, die Aussichten seien mittel. Fast 10 Prozent der Unternehmer bewerteten den Fortbestand ihrer Firma als eher unwahrscheinlich oder als akut gefährdet.

Knapp die Hälfte der befragten Firmen gab an, die Arbeit der großen Koalition während der Corona Krise sei sehr gut bis gut. Knapp 30 Prozent sind zufrieden, fast ein Viertel bewertet sie als schlecht bis sehr schlecht.

Der Präsident des Verbandes, Mario Ohoven, sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Ich warne die Bundesregierung aber davor, jetzt selbstzufrieden die Hände in den Schoß zu legen.” Die Umfrage mache deutlich, was der Mittelstand in der Coronakrise benötige und jetzt von der Politik erwarte. Knapp 58 Prozent der Mittelständler forderten die Regierung auf, die Unternehmenssteuern zu senken, 60 Prozent seien für eine rückwirkende und vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Am meisten würden die Unternehmer aber nach wie vor von Bürokratie belastet.

Ohoven verwies auch darauf, dass drei Viertel der Unternehmen keine Veränderung bei der Zahl der Arbeitsplätze planten. Sieben von zehn Mittelständlern wollten in gleichem Maße wie vor Corona ausbilden, weit über 90 Prozent am Standort Deutschland festhalten. An der Umfrage nahmen laut Verband vom 2. bis 11. September mehr als 1800 Firmen teil./hoe/DP/stk


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