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16:19 | 11.03.2019
Aktie gefragt: LEG Immobilien legt beim Gewinn weiter zu

Der Immobilienkonzern LEG bekommt einen neuen Unternehmenschef. Nach 13 Jahren an der Spitze des Unternehmens werde Thomas Hegel, der im April 63 Jahre alt werde, mit Abschluss der nächsten Hauptversammlung am 29. Mai ausscheiden, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Sonntag in Düsseldorf mitteilte. Seine Nachfolge tritt ab dem 1. Juni der derzeitige Digitalvorstand Lars von Lackum (43 Jahre) an.

Zudem legte der Immobilienkonzern Eckdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 vor. Dank höherer Mieten stieg der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO 1) 2018 im Jahresvergleich um knapp acht Prozent auf 318,6 Millionen Euro. Damit erfüllte LEG sein selbst gestecktes Jahresziel. Für 2019 peilt der Vorstand weiteres Gewinnwachstum an. Das Ziel eines operativen Gewinns von 338 bis 344 Millionen Euro wurde bestätigt. 2020 soll der FFO1 dann auf 356 bis 364 Millionen Euro zulegen.

LEG profitiert wie andere Immobilienkonzerne vom Wohnungsboom in den deutschen Ballungszentren. Die Kaltmieten legten im vergangenen Jahr pro Quadratmeter auf vergleichbarer Fläche um 3,0 Prozent auf durchschnittlich 5,67 Euro pro Quadratmeter zu. Rechnet man von den rund 134 000 Mietwohnungen die Wohneinheiten mit Mietpreisbindung raus, dann zogen die Mieten sogar um 3,9 Prozent auf 6,03 Euro pro Quadratmeter an.  Insgesamt stiegen die Netto-Kaltmieten im Jahresvergleich um 4,8 Prozent auf 560,2 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 847,1 Millionen und damit knapp drei Prozent mehr als 2017.

Die Aktionäre sollen mit einer von 3,04 auf 3,53 Euro erhöhten Dividende je Aktie an dem Erfolg teilhaben. Die durchschnittliche Schätzung von Analysten wurde bei der Dividende einen Tick übertroffen.

LEG steckte im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld in die Instandhaltung und vor allem in die Modernisierung. Nach rund 250 Millionen Euro sollen im laufenden Jahr über 270 Millionen Euro für solche Maßnahmen in die Hand genommen werden. In der Regel legen Vermieter nach Modernisierungen einen Teil der Kosten auf die Kaltmiete der betroffenen Mieter um. Allerdings verschärfte die Koalitionsfraktionen von Union und SPD vor kurzem deshalb das Mietrecht zugunsten von Mietern. Seit Anfang des Jahres dürfen Hausbesitzer nach Modernisierungen nur noch 8 Prozent der Kosten im Jahr statt bisher 11 Prozent auf die Miete umlegen.

Wegen seiner Modernisierungsumlagen hatte Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia seit längerem in der Kritik gestanden und im Dezember deshalb einen Strategieschwenk angekündigt. Zukünftig steckt Vonovia deutlich weniger in energetische Modernisierungen wie Dämmung und Austausch alter Fenster, sondern nimmt unter anderem mehr Geld für den Neubau in die Hand. Insgesamt will Vonovia die Investitionen noch einmal deutlich anheben. Damit reagiert Konzernchef Rolf Buch auf heftige Proteste von Mietern nach Modernisierungen wegen der teilweise kräftigen Mieterhöhungen. (dpa-AFX)

Foto © LEG Immobilien


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