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11:45 | 21.01.2019
Preis nicht angemessen: Scout24 lehnt Übernahmeofferte ab

Der Onlinemarktplatz-Betreibers Scout24 steht zum Verkauf. Das Angebot der Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone, welches das Unternehmen vor dem Wochenende veröffentlichte, wurde jedoch abgelehnt. Der Vorstand hält die gebotenen 43,50 Euro je Aktie jedoch nicht für angemessen.

Vorbörslich sprang der Kurs der Anteilsscheine um mehr als 10 Prozent auf 44,35 Euro an; sie notierten damit sogar oberhalb der Offerte. Doch die erste Euphorie war schnell verflogen: Kurz nach der Handelseröffnung legte das Papier noch 6,9 Prozent zu und kostete 42,90 Euro, doch dann bröckelten die Gewinne weiter ab. Am späten Vormittag gehörte der Titel mit einem Plus von knapp zwei Prozent auf 40,92 Euro aber immer noch zu den größten Gewinnern im MDAX.

Die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” berichtete am Montag unter Berufung auf Finanzkreise, dass Scout24 seinerseits eine strukturierte Käufersuche eingeleitet habe, mit der die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley befasst sei. Wenngleich es bereits im Dezember Gerüchte über ein Interesse von Finanzinvestoren gegeben habe, liefere die aktuelle Nachricht den Papieren nun frischen Schwung, erklärte ein Händler. Seit dem Aufkommen der Spekulationen im Dezember habe die Scout-Aktie nun rund 16 Prozent hinzugewonnen

Um zum Zug zu kommen, müssten Investoren aber wohl deutlich mehr bieten als die unattraktiven 43,50 Euro von Hellman & Friedman und Blackstone, erklärte Analyst Christoph Bast vom Bankhaus Lampe. Er stuft die Aktien mit “Kaufen” und einem Kursziel von 51 Euro ein.

Hellman & Friedman selbst hatte das Unternehmen erst vor drei Jahren für 30 Euro je Aktie an die Börse gebracht. Inzwischen sind die Papiere fast komplett im Streubesitz. Im Juli hatten sie ein Rekordhoch bei 48,62 Euro markiert, waren jüngst aber wieder unter 40-Euro-Marke abgesackt.

Analyst Bast hält es derweil für möglich, dass Beteiligungsgesellschaften ganz allgemein mit dem Gedanken spielen, eine marktführende europäische Plattform für Online-Marktplätze zu schaffen. Er verweist dabei auf die Übernahme der britischen Immobilienplattform Zoopla durch Silver Lake im vergangenen Jahr sowie die Ankündigung des norwegischen Medienkonzerns Schibsted, sein internationales Portale-Geschäft abzuspalten und an die Börse zu bringen. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Scout24


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