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10:19 | 11.08.2017
Ausblick bestätigt: Innogy profitiert von geringeren Netz-Kosten

Geringere Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung der deutschen Stromnetze haben im ersten Halbjahr für ein höheres Ergebnis beim Energiekonzern Innogy gesorgt. Wegen der Witterungsverhältnisse produzierte die RWE-Ökostromtochter weniger Strom. Für das laufende Geschäftsjahr sieht sich das Unternehmen auf Kurs, seine Ziele zu erreichen und bekräftigte die Prognose. Auf der Handelsplattform Tradegate lag die Aktie am Morgen leicht im Minus.

Innogy konnte seine wesentlichen operativen Kennziffern – das bereinigte Ebitda und das bereinigte Ebit – im ersten Halbjahr leicht verbessern. Das bereinigte Ebitda stieg um 2,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das bereinigte Ebit legt um 3,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu. Wegen der geringeren Produktion von Wind- und Wasserkraftstrom sank das Ergebnis bei den Erneuerbaren Energien. Auch der anhaltend intensive Wettbewerb in Großbritannien drückte auf das Ergebnis. Kostensenkungen konnten dies zumindest teilweise kompensieren, erklärte Finanzvorstand Bernhard Günther.

Das Nettoergebnis sank um fast ein Viertel auf 817 Millionen Euro. Bereinigt um diverse Effekte konnte Innogy den Konzerngewinn jedoch um 15,8 Prozent auf 857 Millionen Euro steigern, was etwas besser war, als von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten erwartet hatten. Hier wirkte sich ein besseres bereinigtes Finanzergebnis positiv aus. Der bereinigte Gewinn ist ausschlaggebend für die Dividendenzahlung. Innogy will davon weiterhin 70 bis 80 Prozent als Dividende an die Aktionäre ausschütten.

Den Jahresausblick bestätigte das Management. Das bereinigte Ebitda soll auf rund 4,4 Milliarden Euro und das bereinigte Ebit auf rund 2,9 Milliarden Euro steigen. Das bereinigte Nettoergebnis soll voraussichtlich bei über 1,2 Milliarden Euro liegen und damit den Wert des Geschäftsjahres 2016 um mindestens 7 Prozent übertreffen. Für das zweite Halbjahr hat sich Innogy den Ausbau des US-Marktes sowie den Bereich Elektromobilität vorgenommen.

Die Situation im britischen Vertriebsgeschäft bleibt unterdessen weiter angespannt, wie Finanzvorstand Günther erläuterte. Das britische Geschäft ist gekennzeichnet von einem harten Wettbewerb und dem Kampf um Kunden. Zusätzlich lastet die Aussicht auf die Einführung einer Preisobergrenze nach den anstehenden Wahlen auf den Energieunternehmen. Innogy geht weiterhin nicht davon aus, im britischen Vertrieb im laufenden Geschäftsjahr ein positives bereinigtes operatives Ergebnis zu erzielen. Innogy prüft daher weitere Einsparungsmöglichkeiten.

Bereits vor etwa einem Jahr hatte Innogy seiner britischen Tochter Npower ein umfassendes Umbauprogramm verordnet inklusive den Abbau von 2400 Arbeitsplätzen. Jüngsten Aussagen des Vorstandschefs Peter Terium zufolge wird auch ein Verkauf von Npower nicht ausgeschlossen. (dpa-AFX)

Foto © Innogy


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