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11:34 | 06.09.2017
Daimler bei den Analysten hoch im Kurs

Kaufempfehlungen von Goldman Sachs, MainFirst und anderen Aktienexperten liefern der Daimler-Aktie heute kräftigen Rückenwind. Mit einem Plus von über drei Prozent führen die Papiere des Autobauers die Gewinnerliste im DAX an.

Goldman-Analyst Stefan Burgstaller sieht nach den Kursverlusten im laufenden Jahr – Daimler-Papiere liegen bis dato knapp 10 Prozent im Minus – eine Einstiegschance gekommen. Der Markt sei unter anderem wegen Diskussionen um den Dieselantrieb zu pessimistisch. Eine mögliche künftige Holding-Struktur könne den Wert des Konzerns für die Aktionäre zudem klarer machen. Burgstaller stockte sein Kursziel leicht auf 81 Euro auf.

Max Warburton von der Investmentbank Bernstein sieht Daimler neben Fiat, PSA, Ford und GM als einen “Turnaround des Jahrzehnts”. Er habe sich wie viele andere in der negativen Einschätzung von Mercedes geirrt, so der Experte. Sein Kursziel bleibt bei 85 Euro.

`Marge dürfte wieder steigen´

Adam Hull von Mainfirst setzte mit seinem neuen Ziel von 90 Euro (vorher 78 Euro) den höchsten Wert unter den Experten. Die Angst, dass die Gewinnentwicklung ihren Höhepunkt erreicht haben könnte, biete Chancen, so Hull. Angesichts einer möglichen Aufspaltung sollten die Anleger zudem das wachstumsstarke Geschäft mit Lkw, Vans und Bussen stärker im Auge behalten.

Das Kursziel des Experten räumt der Daimler-Aktie ein Aufwärtspotenzial von 44 Prozent ein. Dieses Potenzial begründete Hull auch mit voraussichtlich steigenden Margen im Lkw-Geschäft. Sollte Daimler das Geschäft mit Lkw und Transportern abspalten, dürften Investoren genauer auf dessen Bewertung schauen. Ein “Kollaps” auf den Absatzmärkten Türkei, Indonesien, Brasilien und Nordamerika habe die Gewinnmarge (Ebit) 2016 auf 6,2 Prozent gedrückt. Nicht zuletzt dank 1,4 Milliarden Euro niedrigerer Kosten dürfte die Marge bis 2019 jedoch wieder auf 7,8 Prozent steigen.

Verdreifachung des Kurses?

Der Analyst hält es sogar für möglich, dass sich der Daimler-Kurs in den kommenden drei Jahren verdreifacht. Gerade bei deutschen Herstellern hätten Investoren jüngst fast ausschließlich negative Faktoren wahrgenommen. “Wir rechnen aber damit, dass die Gewinne erheblich stabiler ausfallen werden als befürchtet”, schrieb Hull. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Daimler


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