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14:08 | 18.01.2019
Das schmeckt den Anlegern: Hellofresh mit Kurssprung

Die starke Wachstumsdynamik von Hellofresh im abgelaufenen Jahr beschert der Aktie einen kräftigen Aufwärtsschub. Zudem sorgte ein geringer als erwarteter operativer Verlust für Kauflaune unter den Anlegern. Das Papier des Kochboxen-Versenders notiert mit einem Plus von 16 Prozent auf 8,38 Euro an der Spitze im SDax.

Davon profitierte auch die Aktie von Rocket Internet im MDax mit plus 3 Prozent. Der Start-up-Entwickler hatte Hellofresh im November 2017 an die Börse gebracht. Sein Anteil an Hellofresh beträgt aktuell noch knapp 30 Prozent.

“Auf Jahresbasis ist das internationale Geschäft von Hellofresh inzwischen profitabel geworden”, hob JPMorgan-Analyst Marcus Diebel mit Blick auf die vorgelegten vorläufigen Jahreszahlen positiv hervor. Er rechnet zwar mit weiter steigendem Wettbewerb, doch die Dynamik, mit der der deutsche Kochboxen-Versender wachse, zeige dessen starke Stellung in der Branche. Vor allem das vierte Quartal hatte den Markt positiv überrascht.

Und auch Christoph Bast vom Bankhaus Lampe lobte: “Anders als andere Unternehmen im Medien- und Internetsektor hat Hellofresh seine Ziele für das Gesamtjahr 2018 angehoben.” Die sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig besser als erwartet ausgefallenen Zahlen seien eine “deutlich positive Überraschung”. Damit dürfte sich seines Erachtens die zuletzt negative Stimmung unter den Investoren über die Geschäftsentwicklung von Kochboxen-Lieferanten weiter aufhellen.

Ist die Talsohle durchschritten?

Bast verwies dabei auch auf eine kürzliche Kursrally der Anteile des schwer gebeutelten US-Unternehmens Blue Apron. Allein wegen der Aussagen über eine erwartete operative Verbesserung der Rentabilität im neuen Jahr waren die Papiere des Konkurrenten vor drei Tagen um 30 Prozent nach oben gesprungen.

Mit einem aktuellen Tagesgewinn von 16 Prozent kann die Hellofresh-Aktie da zwar nicht ganz mithalten, allerdings war der Kurssturz seit dem Börsengang auch nicht ganz so extrem wie der von Blue Apron. Das US-Unternehmen war Mitte 2017 zu einem Ausgabepreis von 10 Dollar an die Börse gegangen, am selben Tag noch bis auf 11 Dollar gestiegen und dann stetig abgesackt. Ihr Tief erreichte die Aktie dann Ende des vergangenen Jahres bei 0,65 Dollar und konnte sich seither mit einer Kursverdoppelung wieder etwas erholen.

Hellofresh dagegen – im November 2017 mit einem Emissionspreis von 10,25 Euro je Anteil aufs Parkett gegangen – entwickelte sich zunächst stark. Im Sommer 2018 erreichten sie mit 15 Euro ein Rekordhoch. Danach jedoch begann ein schmerzhafter Abstieg bis unter 6 Euro im Dezember. Investoren waren beunruhigt wegen der deutlichen Verluste, die Hellofresh schrieb und der zugleich hohen Investitionen. Nun könnte die Talsohle durchschritten sein. Seit Jahresanfang hat der Börsenwert etwas mehr als ein Drittel zugelegt. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Hellofresh


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