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17:23 | 19.04.2017
Geschäftsrisiken: Analysten werden bei ProSiebenSat.1 vorsichtiger

Der Kurs der ProSiebenSat.1-Papiere rutscht am Mittwoch deutlich ab – Auslöser dafür waren zwei Abstufungen durch die Analysten der Deutschen Bank und der DZ Bank. Zwischenzeitlich ging es mehr als drei Prozent abwärts auf 39,33 Euro und damit ans DAX-Ende.

Am Vormittag hatte zunächst eine negative Studie der Deutschen Bank die Papiere unter Druck gesetzt. Analystin Laurie Davison sieht auf dem europäischen Werbemarkt unerwartete Schwächesignale für das zweite Quartal. Sie seien umso Besorgnis erregender, weil das traditionelle Fernsehgeschäft zuletzt nicht von der guten Verbraucherstimmung profitiert habe. Ihre Kaufempfehlung für die Papiere von ProSiebenSat.1 nahm sie daher zurück und sieht sie nur noch als Halteposition mit einem Kursziel von 46 Euro.

Der nächste Kursdämpfer ließ aber nicht lange auf sich warten. Die DZ Bank stufte die ProSieben-Anteile ebenfalls ab, und zwar von “Halten” auf “Verkaufen” mit einem von 38 auf 36 Euro gesenkten fairen Wert. Er rechne nach den massiven, wohl strukturell bedingten, Reichweitenverlusten in Deutschland mit einem zunehmenden Margendruck im werbefinanzierten TV-Geschäft, schreibt Analyst Harald Heider. Daraus dürfte eine mittelfristig wenig dynamische Ertragsentwicklung des Medienkonzerns resultieren.

Mit ihrem aktuellen Kursrutsch kostet die ProSieben-Aktie nun wieder so viel wie vor gut vier Wochen. Von ihrem Anfang April erreichten Jahreshoch bei 41,77 Euro hat sie inzwischen wieder mehr als 5 Prozent eingebüßt. Allerdings waren die Papiere Ende November noch bis auf fast 31 Euro gefallen. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © ProSiebenSat.1-Papiere


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