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10:25 | 19.04.2017
Gewinn überzeugt nicht: Zalando-Aktie unter Druck

Zalando setzt den Wachstumskurs fort, lässt aber doch einige Wünsche offen. Der Umsatz des Modekonzerns stieg im ersten Quartal nach vorläufigen Berechnungen um 22 bis 24 Prozent auf 971 bis 987 Millionen Euro. Das obere Ende der Spanne liegt so gerade noch im Rahmen der Analystenerwartungen.

Nach der Bekanntgabe der Zahlen gerät die Aktie von Zalando unter Druck und rutschte zu Handelsbeginn um mehr als fünf Prozent ab – und entfernte sich damit wieder deutlicher von seinem Allzeithoch aus dem Herbst 2016 (41,11 Euro), das am Vortag nur noch 60 Cent entfernt war.

Vor allem die Eckdaten zum Ergebnis kommen nicht gut bei den Anlegern an. „Die Spanne sei zu weit“, bemängelte ein Händler. Zalando stellte ein bereinigtes Ebit zwischen 10 und 30 Millionen Euro in Aussicht, entsprechend einer Marge zwischen 1 und 3 Prozent. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten hatten im Schnitt mit 32,7 Millionen Euro bereinigtem Ebit gerechnet, was leicht über dem oberen Ende der von Zalando ausgegebenen Spanne liegt.

Schwacher Jahresauftakt für die Modebranche

Das erste Quartal gehört in der Modebranche traditionell zu den schwächeren. So drückt der Winterschlussverkauf mit seinen Preisreduzierungen auf die Gewinne der Händler – auch bei Zalando. Zudem belasteten Investitionen und Marketingkosten das Ergebnis.

Der Textilverband BTE hatte zuletzt ebenfalls von einem schwierigen Start in das neue Jahr gesprochen. Die Umsätze seien erst im März wieder angezogen, hatte der Verband Anfang April erklärt.

Vorstand sieht Zalando im Plan

Vorstandsmitglied Rubin Ritter sieht Zalando dennoch weiter auf Kurs. “Wir wollen langfristig stark wachsen und liegen im Plan, unsere Ziele für das laufende Jahr zu erreichen”, sagte der Manager im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. So soll der Umsatz 2017 um 20 bis 25 Prozent zulegen.

Beim Ergebniswachstum will Zalando zulegen. Die bereinigte operative Marge erwartet das Management für das Gesamtjahr weiterhin bei 5 bis 6 Prozent. Die Marge würde aber auch dann bestenfalls auf dem Vorjahreswert von 5,9 Prozent liegen.

Ritter bezeichnete das Renditeziel dabei als “ambitioniert”. Für ihn steht 2017 weniger das Ergebniswachstum im Vordergrund als der Ausbau des Geschäfts: “Wir haben in diesem Quartal in Logistik und Software investiert.”. Dazu arbeite Zalando an weiteren Dienstleistungen wie Auslieferungen am selben Tag oder der Abholung von Retouren. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Zalando


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