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17:38 | 20.03.2017
Die Luft ist vorerst raus bei Hugo Boss: Investor dementiert Einstieg

Der Einstieg eines Großinvestors bei Hugo Boss hat sich nicht bewahrheitet – damit verlieren spekulative Anleger ihr Interesse an dem MDAX-Titel. Die Aktie des Modekonzerns gerät kräftig unter Druck und verliert zwischenzeitlich mehr als fünf Prozent; im Tief notierten die Papiere bei 64,11 Euro so tief wie zuletzt am 17. Februar.

In den letzten Wochen hatte der Kurs kräftig angezogen, nachdem das “Manager Magazin” am 16. Februar unter Berufung auf Insider geschrieben hatte, dass der belgische Investor Albert Frère sei mit seiner Investmentgesellschaft Groupe Bruxelles Lambert (GBL) bei Boss mit knapp 3 Prozent eingestiegen sei. Daraufhin waren die Boss-Aktien im Tagesverlauf um fast 9 Prozent bis auf 65,54 Euro hochgesprungen. In den folgenden Tagen und Wochen waren sie dann noch etwas weiter geklettert, so dass das Kursplus in der Spitze schließlich rund 15 Prozent betrug.

Nun geht es wieder in die andere Richtung mit dem Kurs, gen Süden: Auslöser waren Presseberichte, in denen die Meldung dementierte wurde. Co-Chef Gerard Lamarche habe am Freitag gesagt, dass GBL keine Hugo-Boss-Aktien besitze, berichteten die belgischen Zeitungen “De Tijd” und “L’Echo”.

“Nun geben die Boss-Aktien einen Teil dieser Gewinne wieder ab”, sagte einer der Börsianer und auch ein Analyst teilte diese Meinung: “Der jüngste Kursanstieg lässt sich nur durch die vorangegangenen Spekulationen erklären. Ansonsten gab es keine positiven Meldungen zu Boss, und die Situation am deutschen Textilmarkt ist auch nicht gerade gut.”

Händler Andreas Lipkow hält die Kursreaktion allerdings für übertrieben: “So, wie die erste Meldung über das Beteiligungsverhältnis von GBL überinterpretiert wurde, sehe ich nun eine Überreaktion in die andere Richtung.” Er hält es sogar für denkbar, dass die Gesellschaft eine Beteiligung unterhalb der Meldeschwelle von 3 Prozent besitzt und diese sogar mittels Derivaten aufgebaut haben könnte. “Dann wären der Bericht des Manager Magazins nicht falsch und auch die aktuellen Aussagen nicht. Nur die Sachlage würde sich anders darstellen.” (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Hugo Boss


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