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13:15 | 22.02.2021
Kein Analyst rät mehr zum Kauf: Varta-Aktie saft- und kraftlos

Die Aktie von Varta steht nach gleich zwei negative Studien weiter unter Druck. So rät die Privatbank Hauck & Aufhäuser nun zum Verkauf. Und Berenberg hat die letzte Kaufempfehlung, die von den von dpa-AFX erfassten Analysten ausgesprochen wurde, einkassiert.

Am späteren Montagvormittag gaben die Papiere des Batterieherstellers um 8,3 Prozent auf 121,40 Euro nach und waren damit schwächster Wert im MDax. Von ihrem Rekordhoch, Ende Januar bei 181,30 Euro, haben die Varta-Anteile nun mittlerweile rund ein Drittel an Wert eingebüßt. Beschleunigt hatte sich die Abwärtsbewegung, nachdem das Unternehmen in der vergangenen Woche einen vorsichtigen Geschäftsausblick gegeben hatte.

Damit wird auch deutlich, dass das Hoch am 30. Januar wohl nicht fundamental, also durch die Leistungen des Unternehmens, begründet war. Vielmehr hatten Anleger, aufgeheizt durch die vorangegangene Kursexplosion der Gamestop-Aktie, die missliche Lage von Leerverkäufern genutzt und so heftige Kursreaktionen ausgelöst.

Zugegriffen wurde vor einem Monat – “auf der Jagd nach der nächsten Gamestop”, wie ein Händler damals sagte – bei Aktien, in denen Spekulanten stark auf weiter fallende Kurse gesetzt hatten. Zu diesen hatte auch Varta gezählt. Leerverkäufer, die solche Aktien zu einem vorher festgelegten Preis verkauft hatten ohne sie zu besitzen, waren gezwungen gewesen, sich nun rasch mit den Papieren einzudecken, um Verluste zu minimieren. Das hatte den Kurs immer weiter nach oben getrieben.

Ziele für 2021 enttäuschen

In der vergangenen Woche zeigte sich dann, dass eine gewisse Vorsicht bei Varta durchaus berechtigt war. Zwar hatte das Unternehmen im Corona-Jahr 2020 über ein starkes Wachstum berichtet und zuletzt auch erstmals eine Dividende angekündigt, die Prognose für 2021 enttäuschte indes deutlich. Entsprechend wurde die Aktie seither auf Talfahrt geschickt. Auch Analyst Christian Sandherr von Hauck & Aufhäuser nannte die Ziele des Unternehmens als Grund, die Aktie von “Halten” auf “Verkaufen” abzustufen.

Berenberg-Analystin Charlotte Friedrichs begründete ihr neues „Halten“-Anlagevotum mit der Achterbahnfahrt des Aktienkurses im angelaufenen Jahr. Sie sieht nun nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial. Zugleich aber hält die Analystin die Prognosen von Varta zum Umsatzwachstum und der bereinigten operativen Ertragskraft für konservativ und lobte den Batteriehersteller angesichts seiner “einzigartigen Marktstellung und seines großen Wachstumspotenzials im Segment kabellose Kopfhörer”. Das Kursziel hat sie von 145 auf 130 Euro gesenkt. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Varta


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