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12:05 | 09.07.2018
Lob für RWE verpufft: Gewinnmitnahmen belasten Versorger

Bei den Aktien der Energieversorger RWE und E.ON machen die Anleger zum Wochenstart erst einmal Kasse. Positive Analystenkommentare gaben RWE nur kurz Auftrieb. Dem anfänglichen Anstieg auf ein Achtmonatshoch bei 22,25 Euro folgte schnell die Ernüchterung. Der Widerstand des April-Hochs von 22,20 Euro konnte nicht nachhaltig überwunden werden.

Am späteren Vormittag drehten die Anteilsscheine der Essener ins Minus und verloren am späten Vormittag 0,36 Prozent auf 21,98 Euro. Die E.ON-Aktie verlor zuletzt sogar 0,92 Prozent auf 9,84 Euro. Beide Titel gehörten damit zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex.

Die Entwicklung beider Werte seit Jahresbeginn kann sich indes sehen lassen: RWE führt mit plus 29 Prozent die DAX-Gewinnerliste immer noch klar an, für E.ON ging es immerhin um knapp neun Prozent hoch. Der deutsche Leitindex hat in diesem Zeitraum um über drei Prozent nachgegeben.

Die Energieversorger hatten zuletzt in einem von Unsicherheit wegen des globalen Handelskonflikts geprägten Marktumfeld von ihrem Status als vergleichsweise sichere Werte profitiert. Außerdem lieferte zwischenzeitlich die Aussicht auf eine noch lange andauernde Ultraniedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank Rückenwind. Von ihren Rekordständen des Jahres 2008 sind beide Aktien allerdings noch meilenweit entfernt.

Analyst John Musk von der kanadischen Bank RBC bleibt für RWE auch findamental zuversichtlich. Die Anteilsscheine sind für ihn bei einem unveränderten Kursziel von 26 Euro nun ein “Top Pick”. Er lobte die Fortschritte im Ökostromgeschäft durch den Innogy-Deal mit Eon. Angesichts des Kursziels von 26 Euro traut der Analyst RWE auch nach der rasanten Erholung um rund 13 Prozent in der vergangenen Woche mittelfristig noch ein deutliches Plus zu. Bereits vor dem Wochenende hatte die Schweizer Bank Credit Suisse RWE auf ihre Liste der bevorzugten Werte innerhalb der EU (“EMU Top Pick List”) gesetzt.

RWE hatte sich mit dem Wettbewerber E.ON auf einer Zerschlagung seiner Tochter Innogy geeinigt. Die Innogy-Geschäfte sollen neu aufgeteilt werden. Im ersten Schritt will E.ON Innogy komplett übernehmen und im Gegenzug RWE am eigenen Unternehmen mit knapp 17 Prozent beteiligen. E.ON würde das lukrative Netzgeschäft und den Stromvertrieb von Innogy behalten, während die erneuerbaren Energien beider Konzerne unter dem Dach von RWE vereint werden sollen. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © RWE


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