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14:10 | 13.11.2017
Mehr Umsatz, geringere Marge: Drägerwerk-Aktie im freien Fall

Drägerwerk will im kommenden Jahr durch zusätzliche Investitionen das Umsatzwachstum beschleunigen – allerdings auf Kosten der Profitabilität. Das teilte der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller bereits am Freitagabend mit – und bekam heute an der Börse die Quittung: Die Anleger laufen in Scharen davon.

Es ist nicht der erste Enttäuschung, die das TecDAX-Unternehmen seinen Aktionären in diesem Jahr beschert. Erst Anfang November war die Aktie unter Druck geraten, nachdem Experten den Zahlen für das dritte Quartal auf eher schwache Gewinnmargen hingewiesen hatten. Heute ginge in der Spitze um 17 Prozent abwärts auf 73,50 Euro. Zur Erinnerung: Anfang Juni war der Kurs auf ein Jahreshoch von 107 Euro geklettert, nachdem die Papiere in den ersten fünf Monaten 2017 mehr als ein Drittel an Wert zugelegt hatten.

Laut der Prognose des Vorstands wird die Ebit-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) für 2018 und voraussichtlich auch 2019 bei vier bis sechs Prozent liegen. Für das laufende Jahr werden fünf bis sieben Prozent erwartet. Dagegen sollen die Erlöse in 2018 um zwei bis fünf Prozent zulegen, für 2017 werden null bis drei Prozent erwartet. Schwerpunkt der Investitionen sollen neben Forschungs- und Entwicklungs- sowie IT-Projekten auch “spezifische Fähigkeiten im Vertrieb, insbesondere in den USA” sein.

Aber nicht nur die Anleger sind enttäuscht: Selbst wenn die optimistischeren Umsatzperspektiven am Markt Anklang finden sollten, dürften die Konsensschätzungen um 15 bis 20 Prozent sinken, so Analyst Scott Bardo von der Privatbank Berenberg in einer ersten Einschätzung. Dagegen bestätigte das Analysehaus Warburg Research seine Einschätzung bei und stuft den Titel unverändert mit „Halten“ und einem Kursziel von 93,20 Euro ein. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Drägerwerk


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