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12:59 | 04.12.2018
Michelin ist der ‘Top Pick’: Jefferies sieht deutsche Zulieferer kritisch

Das Analysehaus Jefferies rechnet mit anhaltend schwierigen Zeiten für die Autozulieferer. Die Produktion im ersten Halbjahr 2019 dürfte schwach ausfallen und die Widerstandsfähigkeit der Margen gebe Grund zur Sorge, erklärt Branchenexperte Ashik Kurian in seiner Studie. Vor allem die Aktien der deutschen Vertreter sieht er kritisch.

Dagegen erschienen beim französischen Zulieferer Faurecia die überdurchschnittlichen Risiken bereits eingepreist, der Reifenhersteller Michelin ist der “Top Pick” des Experten. Generell traut Kurian den Reifenherstellern zu, ihre Gewinne im kommenden Jahr zu steigern.

Die Warnsignale für das kommende Jahr schienen sich in Europa vor allem bei den deutschen Autoherstellern und der Nachfrage auf dem deutschen Markt zu ballen, heißt es weiter. Kurian verweist auf Aussagen von Continental, wonach die Hannoveraner infolge der Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchsstandards WLTP mit einem weiter holprigen Geschäftsverlauf rechneten.

Der Analyst strich die bisherigen Kaufvoten für Continental und Hella, deren Aktien er nur noch mit “Halten” einstuft. Beiden fehle es an Kurstreibern, außerdem seien die Margenerwartungen niedrig, heißt es zur Begründung. Bei Continental befürchtet Kurian zudem, dass der anstehende Börsengang der Antriebssparte Powertrain die Aktie trotz der schon niedrigen Bewertung belasten könnte. Zu Hella merkte er an, dass der aktuelle Bewertungsaufschlag das im Branchenvergleich beste Wachstum schon angemessen einpreise, während die Risiken für die Konsensschätzungen gestiegen seien.

Für die Reifenhersteller sprechen Kurian zufolge das Volumenwachstum auf den etablierten Märkten und fallende Rohstoffpreise. Bei Michelin hob er die verbesserte Umwandlung von Gewinnen in freie Barmittel hervor. Zudem seien die Franzosen am besten positioniert, um von strukturellen Branchentrends zu profitieren. Entsprechend blieb er bei seiner “Buy”-Empfehlung für die Titel.

Entsprechend der Einstufung “Hold” erwarten die Analysten von Jefferies, dass eine Aktie auf Zwölfmonatssicht eine Gesamtrendite (Kursgewinn plus Dividende) von bis zu 15 Prozent, aber auch einen Kursverlust (abzüglich Dividende) von bis zu 10 Prozent erreichen kann. Mit der Einstufung “Buy” sagen sie ihr eine Gesamtrendite von mindestens 15 Prozent voraus. (dpa-AFX)

Foto © Continental

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9:42 | 04.12.2018
Michelin ist der ‘Top Pick’: Jefferies sieht deutsche Zulieferer kritisch

Das Analysehaus Jefferies rechnet mit anhaltend schwierigen Zeiten für die Autozulieferer. Die Produktion im ersten Halbjahr 2019 dürfte schwach ausfallen und die Widerstandsfähigkeit der Margen gebe Grund zur Sorge, erklärt Branchenexperte Ashik Kurian in seiner Studie. Vor allem die Aktien der deutschen Vertreter sieht er kritisch.

Dagegen erschienen beim französischen Zulieferer Faurecia die überdurchschnittlichen Risiken bereits eingepreist, der Reifenhersteller Michelin ist der “Top Pick” des Experten. Generell traut Kurian den Reifenherstellern zu, ihre Gewinne im kommenden Jahr zu steigern.

Die Warnsignale für das kommende Jahr schienen sich in Europa vor allem bei den deutschen Autoherstellern und der Nachfrage auf dem deutschen Markt zu ballen, heißt es weiter. Kurian verweist auf Aussagen von Continental, wonach die Hannoveraner infolge der Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchsstandards WLTP mit einem weiter holprigen Geschäftsverlauf rechneten.

Der Analyst strich die bisherigen Kaufvoten für Continental und Hella, deren Aktien er nur noch mit “Halten” einstuft. Beiden fehle es an Kurstreibern, außerdem seien die Margenerwartungen niedrig, heißt es zur Begründung. Bei Continental befürchtet Kurian zudem, dass der anstehende Börsengang der Antriebssparte Powertrain die Aktie trotz der schon niedrigen Bewertung belasten könnte. Zu Hella merkte er an, dass der aktuelle Bewertungsaufschlag das im Branchenvergleich beste Wachstum schon angemessen einpreise, während die Risiken für die Konsensschätzungen gestiegen seien.

Für die Reifenhersteller sprechen Kurian zufolge das Volumenwachstum auf den etablierten Märkten und fallende Rohstoffpreise. Bei Michelin hob er die verbesserte Umwandlung von Gewinnen in freie Barmittel hervor. Zudem seien die Franzosen am besten positioniert, um von strukturellen Branchentrends zu profitieren. Entsprechend blieb er bei seiner “Buy”-Empfehlung für die Titel.

Entsprechend der Einstufung “Hold” erwarten die Analysten von Jefferies, dass eine Aktie auf Zwölfmonatssicht eine Gesamtrendite (Kursgewinn plus Dividende) von bis zu 15 Prozent, aber auch einen Kursverlust (abzüglich Dividende) von bis zu 10 Prozent erreichen kann. Mit der Einstufung “Buy” sagen sie ihr eine Gesamtrendite von mindestens 15 Prozent voraus.


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