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16:59 | 03.12.2018
Prognose bestätigt: K+S legt die Saat für steigende Kurse

Die Aktie von K+S reagiert mit einem Kurssprung von zeitweise fast neun Prozent auf die positiven Nachrichten des Düngemittel- und Salzkonzerns, der seine Kaliproduktion an den drei Standorten des Kaliwerks Werra trotz der Trockenheit und Niedrigwassers mindestens bis Weihnachten sicherstellen kann. Das Management hatte zudem seine Mitte November reduzierte Ergebnisprognose für 2018 bekräftigt.

Das operative Ergebnis (Ebitda) soll in der Bandbreite von 570 Millionen bis 630 Millionen Euro liegen, teilte K+S am Montag in Kassel mit. Der Ausblick unterstellt dabei ein durchschnittliches Geschäft mit Auftausalz im Dezember. Im Vorjahr hatte der Konzern 577 Millionen Euro erreicht.

K+S sieht eine positive Entwicklung im laufenden Quartal. “Unser Auftausalzgeschäft ist sehr ordentlich angesprungen”, erklärte Vorstandschef Burkhard Lohr. Wichtig sei aber der Dezember. Zudem sieht Lohr eine weiter positive Preisentwicklung sowie eine anhaltend robuste Nachfrage im Kaligeschäft.

K+S hatte Mitte November seine Ergebnisprognose wegen des trockenen Sommers gesenkt. Durch den niedrigen Wasserstand hatte das Unternehmen zwischenzeitlich die Produktion stoppen müssen, da nicht ausreichend Abwässer in die Werra geleitet werden konnte. Für die Wiederaufnahme der Produktion schuf das Unternehmen Platz in den Stapelbecken vor Ort und sicherte sich kurzfristig zwei zusätzliche Speicherbecken. Das Erreichen der neuen Ziele hatte Lohr dabei maßgeblich vom Wetter im vierten Quartal abhängig gemacht.

Eine volle Produktion an den drei Standorten des Kaliwerks Werra sei nun bis einschließlich 23. Dezember gewährleistet, teilte das Unternehmen mit. Entsorgungsbedingte Produktionsunterbrechungen würde es nur über die Feiertage bis zum 1. Januar geben, wenn die Trockenheit weiter anhalte. Bei nennenswerten Niederschlägen könnten sich die Stillstände weiter verringern. Den negativen Ergebniseffekt bezifferte K+S auf maximal 15 Millionen Euro.

Im ersten Quartal seien Stillstände der Produktion durch den Abbau von Beständen in den Pufferspeichern auch bei anhaltender Trockenheit aus aktueller Sicht unwahrscheinlich, hieß es. Ab Frühsommer werde K+S voraussichtlich in der Lage sein, die temporären Speicherkapazitäten für Salzabwässer vor Ort weiter steigern zu können. So stehe die technische Lösung für eine Lagerung unter Tage, die Vorbereitung der Genehmigung sei eingeleitet. “Wir dürften im kommenden Jahr eine deutlich höhere Sicherheit in der Produktion auch bei anhaltend trockener Witterung haben”, schätzt Lohr. (dpa-AFX / Beig. Ber.)

Foto © K+S


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