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11:38 | 10.02.2020
Prognose trübt die Stimmung bei Carl-Zeiss- Meditec-Aktionären

Carl Zeiss Meditec zeigt sich mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2019/20 etwas zurückhaltender. Im Gesamtjahr will der Medizintechnikkonzern beim Umsatz nun mindestens auf dem Niveau seiner Märkte wachsen, wie die Thüringer am Montag in Jena bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal (bis Ende Dezember) mitteilten. Bislang war man noch davon ausgegangen, schneller zu wachsen als der Markt. Den Anlegern fällt es offenbar schwer, diese Nachrichten einzuordnen.

Die im MDax notierte Aktie notierte am Vormittag zunächst deutlich im Plus und legte in der Spitze um mehr als 5 Prozent zu, dann jedoch rutschte der Kurs deutlich ins Minus. Allerdings hatten die Aktionäre in der Vergangenheit auch viel Freude an den Papieren, die 2019 fast 70 Prozent an Wert hinzugewannen. Auf längere Sicht sieht es noch deutlich besser aus: In den zurückliegenden 3 Jahren haben die Anteilsscheine ihren Wert mehr als verdreifacht, in den vergangenen 5 Jahren fast verfünffacht.

Immerhin soll die operative Rendite weiterhin zwischen 17 und 19 Prozent liegen. Mittelfristig geht Carl Zeiss auch nach wie vor davon aus, diese nachhaltig auf ein Niveau oberhalb von 18 Prozent steigern zu können.

Hohe Nachfrage in der Augenheilkunde

Im ersten Quartal haben gute Geschäfte in der Augenheilkunde und Mikrochirurgie Carl Zeiss Meditec weiteren Schub verliehen. Die weltweit steigende Nachfrage nach Augenbehandlungen spielte dem Konzern erneut in die Karten. Sowohl der Umsatz als auch das operative Ergebnis (Ebit) stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich an. In den drei Monaten bis Ende Dezember stiegen die Erlöse um 14,2 Prozent auf 369,7 Millionen Euro. Das Ebit legte auf 56,8 Millionen Euro zu nach 48,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die entsprechende Marge von 15,4 Prozent lag um 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Damit übertrafen die Thüringer bei beiden Kennziffern die Erwartungen der Analysten leicht. Unter dem Strich stand ein auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes Konzernergebnis von 38,8 Millionen Euro und damit ein Plus von rund 35 Prozent.

In beiden Sparten konnte das auf die Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten spezialisierte Unternehmen zweistellig zulegen. Vor allem Produkte der Augenchirurgie und der Diagnostik sowie der Mikrochirurgie trugen laut Mitteilung zum Umsatzwachstum bei. Auch die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsregionen verlief positiv. Während die Erlöse in der Region Americas und in der Asien-Pazifik-Region jeweils klar zweistellig kletterten, gab es in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) allerdings nur einen Anstieg von 7 Prozent zu verzeichnen. Carl Zeiss Meditec verwies aber darauf, dass in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich “gute Zuwächse” gelungen seien.

“Wir sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet”, befand Unternehmenschef Ludwin Monz, der von “erfreulichen Zuwächsen” sprach. Sowohl das klassische Gerätegeschäft als auch das Verbrauchsmaterialiengeschäft seien gut gelaufen. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Carl Zeiss Meditec


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