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14:29 | 09.05.2018
Starker Euro und Lieferengpässe hinterlassen Spuren in der Henkel-Bilanz

Der Konsumgüterhersteller Henkel (u. a. Persil, Schwarzkopf) ist zum Jahresauftakt von Problemen im nordamerikanischen Konsumentengeschäft gebremst worden. Auch der starke Euro lastete schwer auf der Bilanz des international breit aufgestellten Konzerns. So gingen Umsatz und Ergebnis in den ersten drei Monaten zurück. Für das Gesamtjahr sieht sich der Konzern jedoch auf Kurs, wie er am Mittwoch in Düsseldorf betonte. Auch die Liefersituation in Nordamerika werde sich im zweiten Quartal wieder normalisieren.

Der Umsatz sank zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Währungseffekte schmälerten die Erlöse dabei um 440 Millionen Euro. Organisch – also ohne Währungseinflüsse und ohne Zu- und Verkäufe – wuchs Henkel um 1,1 Prozent. Ohne die Lieferprobleme in Nordamerika hätte das Plus bei mehr als 2,5 Prozent gelegen. Analysten beschrieben das Quartal weitgehend wie erwartet.

Die Zahlen kamen bei den Anlegern nicht gut an: Die Aktie verliert gegen Mittag mehr als ein Prozent.

Bereits im März hatte Henkel über die Schwierigkeiten berichtet. Bei der Umstellung der Liefer- und Logistiksysteme in den USA sei es zu Engpässen gekommen, hieß es. Erschwert hatte die Situation dann die ohnehin angespannte Lage auf dem US-amerikanischen Transportmarkt. Getroffen hatte es vor allem die Kosmetiksparte, die ohnehin schon mit einem starken Preisdruck und einem intensiven Verdrängungswettbewerb zu kämpfen hat. Ihr Umsatz sank organisch um 4,3 Prozent.

Auch bei den Wasch- und Reinigungsmitteln schmälerten die Lieferengpässe den Umsatz. Organisch fiel daher ein Minus von 0,7 Prozent an. Unbeeinträchtigt von dem Debakel war hingegen das Klebstoffgeschäft, dessen Umsatz um 4,7 Prozent wuchs. Auf die Tochter entfällt etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes. Henkel profitierte insbesondere von einer starken Nachfrage aus der Elektroindustrie, die Klebstoffe bei der Herstellung von Tablets, Smartphones oder Fernsehern nutzt.

Auf das Ergebnis wirkte sich die Eurostärke ebenfalls ungünstig aus. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) sank um 1,4 Prozent auf 842 Millionen Euro. Mit dem Quartalsüberschuss ging es um 9 Prozent auf 543 Millionen Euro bergab. Immerhin verbesserte sich die operative Marge auf 17,4 Prozent, was Henkel auf eine starke Kostenkontrolle zurückführte.

Seine Prognose behielt der Konzern bei. Im laufenden Jahr will Henkel aus eigener Kraft um 2 bis 4 Prozent zulegen. Die bereinigte operative Marge, die 2017 bei 17,3 Prozent lag, soll sich auf über 17,5 Prozent verbessern. Beim bereinigten Gewinn je Aktie traut sich Henkel ein Plus von 5 bis 8 Prozent zu. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Henkel


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