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15:08 | 31.01.2019
Vorsichtiger Ausblick verunsichert Siltronic-Anleger

Die Gefühlslage bei den Anlegern von Siltronic ist gemischt. Einerseits überraschte der Wafer-Hersteller mit guten Zahlen für das Schlussquartal 2018, andererseits sorgt der vorsichtige Ausblick auf das laufende Jahr wegen der politischen und konjunkturellen Unsicherheiten.  

Der Verlauf des Aktienkurses zeigt, wie schwer es den Börsianern fällt, diese Nachrichten einzuordnen: Im frühen Handel gehörte der Titel mit einem Minus von zwei Prozent zu den schwächsten Werten im TecDAX, nur wenig später dreht er ins Plus und legte zweieinhalb Prozent zu.

Der vorsichtige Ausblick für 2019 könnte die überraschend gute Entwicklung im Schlussquartal 2018 sowie den Fakt, dass Siltronic zusätzliche Produktionskapazitäten 2019 bereits auf Basis langfristiger Übereinkünfte verkauft habe, überschatten, erklärte Analyst Michael Schaefer von der Commerzbank.

So rechnet der MDax-Konzern 2019 mit einer “eher verhaltenen” Entwicklung. Die Nachfrage nach Wafern liegt laut Mitteilung im laufenden ersten Quartal leicht unter dem Schlussquartal des Vorjahres.

Analyst Jürgen Wagner vom Investmenthaus Mainfirst wollte das in einer ersten Reaktion aber nicht überbewerten. Der vorsichtige Ausblick mag zunächst negativ klingen, überrasche aber nicht. Siltronic habe in der Regel eine eher geringe Berechenbarkeit der Quartalsverträge.

„Rückgang der Gewinnmarge bereits eingepreist“

Und selbst bei einem Umsatzrückgang um 5 Prozent im ersten Jahresviertel im Vergleich zum Schlussquartal würde der Umsatz im Jahresvergleich noch um mehr als 10 Prozent zulegen. Letztendlich dürfte 2019 ein weiteres Wachstumsjahr werden.

Zudem hätten Konjunkturängste die Siltronic-Papiere bereits in den letzten Monaten stark belastet, erklärte der Mainfirst-Experte. So haben diese sich zwar seit ihrem Tief Ende 2018 schon wieder um mehr als ein Drittel erholt, notieren aber immer noch rund 45 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 160,55 Euro aus dem März 2018.

Auf dem aktuellen Kursniveau sei bereits ein deutlicher Rückgang der Gewinnmargen in den Jahren 2019 und 2020 eingepreist, sagte Wagner. Das sei aber eher unwahrscheinlich. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Siltronic


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