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15:21 | 12.02.2020
Zahlen besser als befürchtet: Norma-Group-Aktie im Aufwind

Auch die Norma Group konnte sich als Zulieferer im vergangenen Jahr nicht der Schwäche der Automobilindustrie entziehen ­ dennoch äußerten sich Börsianer und Analysten durchaus positiv. Die Aktie legte zeitweise um über 5 Prozent zu.

Analyst Daniel Kukalj von der Quirin Bank sieht nun bei dem Spezialisten für Verbindungstechnik eine spekulative Gelegenheit. Er empfiehlt die Aktie nun zum Kauf (vorher „Halten“). Das Kursziel sieht er unverändert bei 42 Euro.

Doch wie sahen die vorläufigen Zahlen im Detail aus? Zwar legte der Umsatz im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent auf insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro zu. Aus eigener Kraft, also ohne Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe, gingen die Erlöse allerdings um 2 Prozent zurück. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sackte im Vergleich zum Vorjahr um 16,4 Prozent auf 144,8 Millionen Euro ab. Die Ebita-Marge lag damit mit 13,2 Prozent um 2,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert..

Marktexperten heben positiv hervor, dass Norma trotz eines insgesamt enttäuschenden Jahres 2019 immerhin seine jüngsten Prognosen erfüllt habe. Aus Sicht von Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank ist die Aktie selbst dann unterbewertet, wenn man das schwache Marktumfeld für den Autosektor berücksichtige.

Konzernlenker Michael Schneider räumte ein, dass Norma aufgrund des volatilen Marktumfelds und der angespannten geopolitischen Situation hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Im Geschäftsfeld Wassermanagement sei das Unternehmen jedoch gewachsen und aufgrund seines insgesamt breiten Portfolios nachhaltig stabil aufgestellt, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Schneider hatte den Posten 2019 zunächst übergangsweise übernommen, nachdem sein Vorgänger Bernd Kleinhens ihn im Sommer geräumt hatte, und war danach zum Dauerchef berufen worden. Er muss das Unternehmen durch die trüberen konjunkturellen Aussichten und die anhaltende Schwäche der Automärkte steuern, die Norma im vergangenen Jahr erheblich zugesetzt haben.

Zum Rückgang beim Ergebnis hätten 2019 neben geringeren Produktions- und Absatzzahlen in den Automärkten auch Zusatzkosten im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen IT-Systems an einem Standort in Lateinamerika beigetragen, hieß es weiter.

2019 mussten die Maintaler ihre Prognose mehrfach kappen und waren vom MDax in den SDax abgestiegen. Zudem leiteten sie ein Spar- und Umbauprogramm ein, im Zuge dessen der Konzern bis zum Jahr 2023 jährlich 40 bis 45 Millionen Euro einsparen will. Bis dahin sollen für das Programm insgesamt Kosten von rund 45 bis 50 Millionen Euro anfallen. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Norma Group


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