ROHSTOFF NEWS

14:39 | 18.11.2020
Internationale Zuckerorganisation erhöht Defizitprognose für die laufende Saison

Gestern Mittag hob die Internationale Zuckerorganisation ISO ihre Prognose für ein Defizit am Zuckermarkt in der laufenden Saison 2020/21 auf 3,5 Mio. Tonnen an. Diese Revision erfolgte fast gänzlich angebotsseitig. Die globale Produktion wurde um 1,3% auf 171,1 Mio. Tonnen gekürzt, u.a. bei Russland, der EU, Thailand und Indien. Für Brasilien wurde ein größerer Anteil der Produktion noch 2019/20 zugeschlagen. Bei der Nachfrage wurde eine geringfügige Anhebung vorgenommen. Begründet wurde dies damit, dass die neuerlichen Lockdowns weniger umfassend und wohl kürzer seien. Die ISO erwartet nun einen Nachfragezuwachs um 2,9% auf 174,6 Mio. Tonnen. Der Zuckerpreis konnte von der jüngsten ISO-Prognose nicht weiter profitieren, sondern gab von seinem 3,5-Jahreshoch sogar leicht nach.
Der Preis für Arabica-Kaffee legte gestern weiter auf 120 US-Cent je Pfund zu. Der Wirbelsturm Iota in Mittelamerika verursachte enorme Schäden und könnte die Ernten beeinträchtigen.
Der Kakaopreis stieg im meistgehandelten März-Kontrakt um 3,4% auf 2.517 USD je Tonne. Die Preisdifferenz zwischen dem nächst- und dem zweitfälligen Kontrakt (Dezember vs. März) weitete sich enorm aus. Es wollen wohl immer mehr Händler auf Ware an der Börse zurückgreifen,, um die höheren Kosten für Ware aus der Elfenbeinküste und Ghana – wegen des dort nun zusätzlich erhobenen Preisaufschlags von 400 USD je Tonne – zu vermeiden.


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