ROHSTOFF NEWS

15:45 | 24.01.2020
Maispreis erreicht ein 3-Monatshoch

Der Maispreis an der CBOT erreichte gestern bei 394 US-Cent je Scheffel ein 3-Monatshoch. Dies überrascht im Hinblick darauf, dass der Internationale Getreiderat (IGC) seine Schätzung für die globale Maisernte 2019/20 um 8 Mio. auf 1,111 Mrd. Tonnen angehoben hat. Allerdings wurde die Nachfrageschätzung in gleicher Höhe angehoben, so bleibt die Marktbilanz unverändert. Der IGC geht jedoch weiterhin von einem Angebotsdefizit (39 Mio. Tonnen) und einem entsprechenden Abbau der Lagerbestände aus. Ohne Folgen für den Maispreis blieb auch der Rückgang der Öl- und damit auch der Benzinpreise, welcher die Herstellung von Ethanol aus Mais weniger attraktiv macht. Marktbeobachter sehen die stark gestiegenen Maispreise in Brasilien als Treiber. Die Preise in Brasilien liegen auf dem höchsten Niveau seit 2004. Eine Rolle spielt dabei die langsam vorankommende dortige Sojabohnenernte. Dadurch verzögert sich auch die Aussaat von Mais im Anschluss an diese. Im Vorjahr wurden hohe Exporte getätigt, so sind die dortigen Maisbestände stark gesunken. Die derzeitige USDA-Schätzung für die brasilianischen Maisexporte in diesem Erntejahr beläuft sich auf 36 Mio. Tonnen.
Bei Weizen senkte der IGC die Schätzung für die globale Ernte marginal um 1 Mio. auf 761 Mio. Tonnen und die Verbrauchsschätzung um 2 Mio. Tonnen. So erhöht sich der voraussichtliche Angebotsüberschuss etwas auf 7 Mio. Tonnen.


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