ROHSTOFF NEWS

14:07 | 16.10.2020
Ölpreise können sich behaupten

Gestern befanden sich die Ölpreise zwischenzeitlich 4% im Minus, am Abend aber konnten die Verluste größtenteils wieder aufgeholt werden, so dass zum Handelsende nur ein leichtes Minus blieb. Heute Morgen notiert Brent bei knapp 43 USD je Barrel, WTI bei rund 40,5 USD. Grund des starken Preisrückgangs war die zunehmende Besorgnis hinsichtlich erneuter flächendeckender Lockdowns. Grund für die Preiserholung danach waren die kräftig gesunkenen US-Lagerbestände. Bei Rohöl sanken diese um 3,8 Mio. Barrel, bei Benzin um 1,6 Mio. Barrel und bei den Destillaten um 7,2 Mio. Barrel. Bei letzteren entspricht dies dem stärksten Abbau seit 2003. Für Unterstützung sorgte dabei eine anziehende Nachfrage. Beim Abbau der Rohölbestände unterstützten niedrigere Importe und eine gesunkene Produktion. Beides war auf die Beeinträchtigungen durch den Hurrikan Delta zurückzuführen. Auch die Ölexporte fielen deshalb deutlich. Gleiches gilt für den Rückgang der Rohölverarbeitung. Entsprechend muss die Aussagekraft der Lagerdaten gesehen werden. In Cushing (Haupthandelspunkt von WTI) dagegen kam es zu einem deutlichen Anstieg der Rohölbestände auf 59 Mio. Barrel. Sie nähern sich damit den Ende April/Anfang Mai verzeichneten Höchstständen an. Sollte sich der Lageraufbau in Cushing fortsetzten, könnte erneut Besorgnis bezüglich eines Volllaufens der dortigen Öltanks entstehen, mit entsprechendem Druck auf den WTI-Preis.


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