ROHSTOFF NEWS

14:28 | 25.03.2020
Starke Goldnachfrage – Preisanstieg bei Platin und Palladium

Gold konnte gestern wieder die Marke von 1.600 USD je Feinunze übersteigen, in der Nacht wurden in der Spitze 1.640 USD erreicht. Letzte Nacht hat der US-Senat dem Corona-Hilfspaket der Trump-Regierung zugestimmt, was der Dow Jones Industrial Average gestern bereits vorweggenommen hat. Heute wird der Deutsche Bundestag das Rettungspaket der Bundesregierung billigen. Damit werden die Märkte in den nächsten Monaten mit ungedecktem Papiergeld geflutet, wovon Gold profitieren sollte. Goldhändler in Deutschland berichten von einer hohen Nachfrage. Dieser können sie aufgrund von Lieferunterbrechungen aber nicht nachkommen. Bedingt durch die Pandemie sind die Raffinerien in der Schweiz geschlossen. Dort werden etwa 70% des weltweit geförderten Goldes weiterverarbeitet. In Indien dagegen ist mit einem starken Nachfragerückgang zu rechnen, nachdem dort eine Ausgangssperre verhängt wurde.
Platin und Palladium standen zuletzt unter Druck, die Nachfrage aus dem Automobilsektor ist im Zuge der Pandemie weggebrochen. Nun könnte der Produktionsstopp in Südafrika zu einem geringeren Angebot führen. Gestern stieg deshalb der Preis für Platin in der Spitze auf 740 USD je Feinunze und für Palladium auf 2.000 USD. Südafrika will ebenfalls eine Ausgangssperre verhängen. Von dort stammen über 70% der globalen Platinminenproduktion und knapp 40% des globalen Minenangebots von Palladium. Den durch das Coronavirus bedingten Nachfrageausfall wird das geringere Angebot kaum kompensieren. Der momentane Preisanstieg dürfte also überzogen sein.


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