ROHSTOFF NEWS

15:36 | 20.11.2020
USDA hält eine Verdopplung der australischen Weizenexporte für möglich

In Australien verdoppelt sich wohl die Weizenernte auf rund 29 Mio. Tonnen. Deshalb hält das USDA in 2020/21 auch eine Verdopplung der Exporte auf 19 Mio. Tonnen für möglich. In den letzten drei Jahren hatte dort eine Dürre geherrscht. Traditionelle Kunden (auch aus Südostasien) wichen deshalb auf andere Anbieter (wie die Schwarzmeerregion oder Argentinien) aus. Sollte früh in 2021 australischer Weizen in Asien konkurrenzfähig sein, könnte die Nachfrage nach russischem Weizen abnehmen. Dadurch wäre eine Knappheit in Russland weniger wahrscheinlich oder es käme mehr russischer Weizen in Regionen mit engerer geografischer Konkurrenz zur EU. Dies könnte auch direkt Folgen für die EU haben, wo auch China ein guter Kunde ist. Kumuliert seit Saisonbeginn (Juli) bis Mitte November nimmt China mit 1,15 Mio. Tonnen und einem Anteil an den EU-Weichweizenexporten von 13,5% unter den Abnehmern Platz 2 ein. Im Vorjahresvergleich wurde die Importmenge aus der EU um 110% gesteigert. Ob Australien nun für starke Verschiebungen sorgen wird, ist nicht sicher. So haben traditionelle Abnehmer wie Indonesien ihre Geschäftsbeziehungen in die Schwarzmeerregion gefestigt und es bestehen mit China politische Streitigkeiten. China hat bereits die Einfuhr zahlreicher Produkte gestoppt und wie Medien berichten, könnte auch Weizen bald davon betroffen sein. Daran dürfte kurzfristig auch die jüngste Unterzeichnung eines weiteren asiatisch-ozeanischen Freihandelsabkommens (mit Beteiligung beider Länder) nichts ändern.


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