ROHSTOFF NEWS

15:19 | 19.11.2020
Zinkpreis steigt deutlich – China hat den Handel eines internationalen Kupfer-Kontraktes eingeführt

Der Zinkpreis hat zeitweise bei 2.770 USD je Tonne ein 1½-Jahreshoch erreicht. Zurückzuführen war der neuerliche Preisanstieg auf die Produktionsunterbrechung in der „Gamsberg“-Mine in Südafrika. Dies führte zusätzlich zu neuen Angebotssorgen, der Markt für Zinkkonzentrat ist wegen der Corona-bedingten Ausfälle ohnehin noch angespannt. Die Schmelzgebühren fielen gemäß Bloomberg-Angaben in China unter 100 USD je Tonne, womit sich die prekäre Lage der dortigen Schmelzen weiter verschärft. Auch dürfte die Positionierung der spekulativen Finanzanleger eine Rolle spielen, letztere setzten bereits seit Monaten stark auf steigende Zinkpreise.
China hat heute den Handel eines internationalen Kupfer-Kontraktes eingeführt. Für Ausländer soll es einfacher werden, Zugang zum chinesischen Kupfermarkt zu erhalten. Der Futures-Kontrakt wird an der Shanghai International Energy Exchange (INE) gehandelt und ist in Chinesischen Yuan denominiert. Steuern und Zollabgaben sind nicht enthalten. Das dem Kontrakt unterliegende Kupfer wird entsprechend in Zolllager geliefert. Der Kontrakt an der INE ist in Ergänzung zum bestehenden Kupfer-Kontrakt an der Shanghai Futures Exchange (SHFE) zu sehen (überwiegend inländischen Händlern vorbehalten). Durch den INE-Kupfer-Kontrakt will China mehr Preismacht bei wichtigen Rohstoffen erhalten und die Rolle des Yuan soll gestärkt werden. Der neue Kupfer-Kontrakt soll gute Chancen haben, da China für mehr als die Hälfte der globalen Kupfernachfrage steht und eine entsprechend dominante Rolle am Kupfermarkt einnimmt.


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